USC bleibt auch in Dresden ohne Satzgewinn

Es läuft zurzeit nicht rund beim USC Münster, schon gar nicht in der Fremde: beim 0:3 (15:25, 10:25, 25:27) in Dresden blieben die Bundesliga-Volleyballerinnen von Axel Büring zum dritten Mal in Folge auswärts ohne Satzgewinn.

Wie nicht anders zu erwarten, blieb Büring nach den 69 Nettospielminuten in der Dresdner Arena an der Bodenbacher Straße, recht wortkarg. „Der dritte Satz war ein Lichtblick. Aber auch den haben wir letztlich nicht gewonnen“, war der einzig positive Kritikansatz des Amelsbüreners am Sonntagabend. Das Negative überwog einfach an diesem Tag.

Kein Druck im Angriff

Dresden zeigte sich im Aufschlag sowie in Block und Feldabwehr gut aufgelegt. Zu hoch die Anforderung für den USC. Die ersten 20 Ballpunkte der Partie hielten die Münsteranerinnen noch mit (9:11), dann wurde es immer weniger, was der Gast zu zeigen im Stande war. „Wir hatten nicht genug Druck im Angriff, um Dresden in Verlegenheit zu bringen“, stellte Büring fest.

Völlig aus dem Tritt

Über 16:13 und 20:14 ging der DSC um Zuspielerin Maren Apitz klar in Front und beendete den ersten Abschnitt nach 22 Minuten mit dem Punkt zum 25:15. Ein klares Ergebnis, das Alex Waibls Sächinnen im zweiten Durchgang noch klar toppten. Nach 0:4 nahm Büring die erste Auszeit, bei 0:8 sagte der Coach in der Technischen Auszeit nichts und ließ die Spielerinnen sich hinsetzen. „Die Mannschaft sollte versuchen, diesen Rhythmus zu durchbrechen“, hoffte Büring, „aber das hat ebenfalls nicht funktioniert.“ Auch die Wechsel des 42-Jährigen nicht, obwohl Büring zu unkonventionellen Mitteln griff und Mittelblockerin Claudia Bimberg, ansonsten beim USC kaum auf dem Feld zu finden, für die nach einer Mittelohrentzündung schwache Barbara Degi auf der Diagonalen brachte. Nur zehn Ballpunkte schaffte der USC, auch für einen Außenseiter beim Favoriten einfach viel zu wenig.

Der dritte Matchball sitzt

Nach der zehnminütigen Satzpause präsentierte sich Münster dann „ganz ordentlich“, wie Büring es formulierte. Zumindest das kämpferische Element war wiederbelebt: Zwar legte der DSC immer wieder vor. Die Unabhängigen, bei denen nun die junge Sina Fuchs für Degi spielte und einen guten Job machte, schlossen die Lücken jedoch wiederholt. Nach 5:8 zum 8:8, nach 15:19 zum 19:19. Doch der Satzgewinn blieb dem Tabellenachten verwehrt. Dresden machte mit dem dritten Matchball den Sack zu, für die mitgereisten USC-Fans ein kurzes Vergnügen im Verhältnis zur langen Reise.

Drei 0:3-Niederlagen und zwei mehr oder weniger mühevolle 3:1-Erfolge gegen die beiden Tabellenletzten sind nun das Resultat der letzten fünf Bundesliga-Partien. Zeit für ein Signal? Büring: „Wir werden jetzt zurückfahren, das Ganze analysieren und die Videos anschauen. Und trainieren!“ Als nächster Gegner wartet Aufsteiger SV Sinsheim auf den USC.

(Quelle: Echo-Münster / Lutz Hackmann)

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