USC glaubt an die eigene Stärke
Axel Büring lässt sich alle Wege offen. Auf die Frage, was ihn denn optimistisch im Hinblick auf die Saison-Heimpremiere am Montag (20.15 Uhr) stimme, kommt der Trainer des USC leicht ins Grübeln. Denn es war nicht viel, was seine Mannschaft zuletzt beim 0:3 aus Suhl mitnehmen konnte. Umso mehr konzentriert sich das Team jetzt auf das erste Heimspiel. Gegner in der Sporthalle Berg Fidel ist Bayer Leverkusen. Ein Sieg wäre nicht nur für das Punktekonto, sondern auch für die Moral wichtig.
Am vergangenen Samstag nahmen rund 50 Fans knapp 900 Kilometer Fahrt auf sich, um den USC bei der Saisonpremiere beim thüringischen Vertreter VfB Suhl die Daumen zu drücken. Doch spätestens nach dem zweiten Satz war die Aussicht auf ein spannendes Spiel schon getrübt. Dem USC gelang es nicht, dem Gegner Paroli zu bieten, so dass sich die Niederlage förmlich abzeichnete. Am Montag hat die junge Mannschaft nun die Möglichkeit zu zeigen, dass sie es besser kann.
Vor der Saison-Heimpremiere hat sich nach der Verletzung von Andrea Berg die personelle Ausgangslage nochmals verschlechtert. So hatte sich Neuzugang Barbara Degi beim 0:3 in Suhl eine Verletzung in den Bändern des Fußgelenks zugezogen. Zu den Aussichten ihres Mitwirkens gegen Bayer Leverkusen sagte Axel Büring: „Es sieht nicht so gut aus. Barbara kann nicht springen. Ihr Einsatz ist fraglich.“ Nicht lange nachzudenken braucht der USC-Trainer, um die Stärken des Gegners auszumachen. „Leverkusen hat mit Maren Brinker und Nadja Schaus zwei gute Außenangreiferinnen in ihren Reihen. Eine dritte ist die erst 16-jährige Ann-Christin Quade“, weiß Büring um die Qualitäten des Gegners.
Nun bleibt abzuwarten, welch eine Marschrichtung er seiner Mannschaft auf den Weg gibt. Man darf gespannt sein auf das Resultat. Büring jedenfalls vermeidet es, sein Team unter Druck zu setzen: „Mich interessiert nicht das Ergebnis. Ich will, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt.“ Wobei das Vertrauen in die eigene Stärke ungebrochen ist. In Suhl, so der Trainer, habe die Mannschaft ihr wahres Gesicht nicht gezeigt. Denn die gezeigten Leistungen standen in krassem Gegensatz zu den Ansprüchen. Umso mehr kommt es deshalb am Montag darauf an, diesen Widerspruch aufzulösen. Und so lässt Büring denn auch keinerlei Zweifel daran aufkommen, dies zu bewerkstelligen. Dabei hofft der Coach, von dem Anschauungsunterricht profitieren zu können: Unter der Woche nahm sich der 41-Jährige Zeit, das Videoband von der Leverkusener 2:3-Niederlage gegen Köpenick auszuwerten.
(Quelle: Westfälische Nachrichten)