Archiv für Oktober 2008

USC nimmt nach 101 Minuten dritte Niederlage hin

Mittwoch, 29. Oktober 2008

“In den Sätzen drei und vier haben wir einen Schritt nach vorne gemacht”, bilanzierte Trainer Axel Büring. Aus seinem Kleinstkader spielte diesmal die Ungarin Barbara Degi als Diagonalangreiferin mit. Sie hielt nach überstandener Wadenverletzung durch, ohne ausgewechselt zu werden.

Am Anfang zu viele Fehler

Wie erwartet agierte die Australierin Anna Maycock nahezu über die volle Zeit im Zuspiel. Doreen Engel kam kurz mal aufs Parkett, auch Claudia Bimberg hatte eher weniger Anteile.

Der 1. VC “international” Wiesbaden gewann in 22 Minuten den ersten Satz. Büring sah Münster “sehr fehlerhaft in Annahme und Aufschlag.” In Satz Nummer zwei begann der USC besser und sicherer, aber die Gastgeberinnen von Trainerin Xiaojun Yang rissen das Geschehen zügig an sich. Über 6:6 und 13:12 bekam Wiesbaden einen Lauf zur einer Punkteserie, die Münster zermürbte.

Kurze Pause hilft in die Spur

Büring versuchte in der Zehn-Minuten-Pause danach, ans Selbstbewusstsein zu appellieren. Tatsächlich erlebte er im dritten Satz eine “ganz andere Ausstrahlung” als zuvor. Über 10:10 und 15:15 ging der USC knapp in Führung und war nach 28 Minuten im Ziel mit 25:23. “So kann es gehen, wenn wir entsprechend auftreten. Das muss unser Weg sein - aber wir dürfen nicht immer warten bis zum dritten Satz.”

Bis zum 4:7 und 6:8 hielt der USC im vierten Satz wieder gut mit. Kämpferisch sah Büring die Spielerinnen jetzt phasenweise auf dem Niveau des letzten Heimspiels (2:3 gegen Leverkusen). Wiesbaden baute seine Führung aber aus. Über 18:13 und 21:15 machte der VC alles klar zum 25:18 in 27 Spielminuten.

“Wiesbaden wird noch besser”

Die “starken Individualistinnen” (Büring) der völlig neuformierten Mannschaft sind mit dem Sieg also auch punktemäßig einen Schritt weiter als der USC. In den Bereich Aufschlag und Annahme sah Münsters Coach den Gegner überlegen. “Wiesbaden hat Klasse, keine Frage. In der Rückrunde wird es noch schwerer werden, die zu schlagen”, ist er sicher. “Die werden sich steigern.”

Der USC steht in seinem nächsten Heimspiel von vornherein nicht in der Favoritenrolle. Am Dienstag (4. November, 20.15 Uhr, Berg Fidel) gastiert NA Hamburg in Münster und mit ihm einer der großen Titelfavoriten.

(Quelle: Echo-Münster)

Dritte Niederlage im dritten Spiel

Dienstag, 28. Oktober 2008

Auch das dritte Spiel des USC Münster in der neuen Saison ging verloren. Gegen die bisher ebenfalls sieglosen Damen des 1.VC Wiesbaden unterlag der USC Münster in Wiesbaden 1:3 (15:25, 15:25, 25:23, 18:25).

USC will Trend festigen

Dienstag, 28. Oktober 2008

Das Spektrum seiner Leistungsfähigkeit hat der USC um ein gutes Stück verbreitert. Das jedenfalls war trotz der 2:3-Heimniederlage gegen den TSV Bayer Leverkusen erkennbar. Heute haben die Unabhängigen die Chance zu zeigen, dass sie diesen Trend auch in fremder Umgebung zu festigen vermögen. Das Spiel beim 1.VC Wiesbaden verspricht aussagekräftige Erkenntnisse. Denn in mancherlei Hinsicht kündigt sich ein Duell auf gleicher Augenhöhe an. „Wir wollen an die Leistungen anknüpfen, die wir zuletzt gegen Leverkusen gezeigt haben“, formuliert USC-Trainer Axel Büring denn auch seine Erwartungen für das zweite Auswärtsspiel der noch jungen Saison. Beginn ist heute Abend um 20.15 Uhr in der Halle am 2. Ring.

Angesichts der schweren Verletzung von Andrea Berg ist die Lage unverändert angespannt. Wenigstens hinsichtlich einer Personalie konnte Büring Entwarnung geben: „Der Genesungsprozess bei Barbara Degi macht Fortschritte. Sie wird heute Abend spielen können“, sagt der 41-Jährige, der jedoch einschränkend hinzufügt: „Es lässt sich allerdings nicht absehen, wie lange sie einsatzfähig ist.“ Die Außenangreiferin laboriert nach wie vor an einer Muskelverletzung, die sie sich beim Saisonauftakt in Suhl zugezogen hatte. Die Fahrt nach Wiesbaden hat auch Claudia Bimberg angetreten. Mit der Beförderung der 22-jährigen Mittelblockerin aus der Zweitliga-Vertretung des USC reagierten die Verantwortlichen auf die Verletzung von Andrea Berg.

Es sind Ergebnisse, die zählen. Doch auch Niederlagen fördern mitunter positive Erkenntnisse zutage. So appelliert Büring an sein Team, heute ähnliche Tugenden wie gegen Bayer Leverkusen zu aktivieren: Leistungsbereitschaft und spielerisches Format. Er sagt das nicht nur aufgrund der Trainingseindrücke, sondern vielmehr aufgrund der gezeigten Leistungen unter Wettkampfbedingungen: „Das gleiche Engagement und die gleiche Qualität erwarte ich auch heute.“

Ähnlich wie der USC sehnen die Wiesbadenerinnen nach drei Niederlagen zum Saisonstart ihr erstes Erfolgserlebnis herbei. Wobei der etwas holprige Auftakt kaum überrascht. Denn beim Tabellenfünften der abgelaufenen Saison vollzog sich in der Sommerpause ein gravierender Umbruch. Gleich neun Spielerinnen verließen den Verein, sieben neue wurden aus aller Welt verpflichtet. Mit Außenangreiferin Steffi Lehmann und Mittelblockerin Julia Osterloh gehören nur zwei deutsche Spielerinnen zum Aufgebot, das die ebenfalls neu engagierte Trainerin Xiaojun Yang nun zusammenführen will. Klar, dass dieser Prozess Zeit in Anspruch nimmt. Das erkannte auch Axel Büring, der den heutigen Gegner schon zweimal beobachtete: „Wiesbaden ist individuell sehr stark besetzt. Als Mannschaft gelingt es jedoch noch nicht, diese Qualitäten aufs Spielfeld zu bringen“, erläutert der Coach, der grundsätzlich aber vom neu formierten Team überzeugt ist.

(Quelle: Westfälische Nachrichten)

Zwischen Stolz und Sorge

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Als ob der USC nicht schon Sorgen genug hätte: Gestern Morgen musste auch noch Trainer Axel Büring unter das Messer. Nichts Schlimmes, ein ambulanter Eingriff. Beim Volleyday im September hatte sich der 41-Jährige das Knie verdreht. Vermutlich wird er schon am Freitag wieder die Übungseinheit des Frauen-Bundesligisten leiten können. Nach dem Volleyball-Marathon gegen Leverkusen am Montag hatte die Mannschaft gestern trainingsfrei.

Der Krimi gegen den einzigen NRW-Rivalen, den Münster nach beherztem und leidenschaftlichem Kampf 2:3 verlor, bot natürlich auch gestern noch viel Stoff für Gespräche. Spielführerin Lisa Thomsen war trotz der Niederlage „in absolut positiver Stimmung. Wir haben eine gute Teamleistung gezeigt und großartige Moral bewiesen. Ich bin richtig stolz auf die Mädels“, sagte die Libera.

Ja, kämpferisch war tatsächlich alles Gold, was glänzte. Besonders erwähnenswert in diesem Kontext: Die Energieleistung der Unabhängigen im vierten Satz, nachdem ihnen der dritte gerade nach 23:18-Führung noch aus den Händen geglitten war. In der vergangenen Saison war die Mannschaft in ähnlichen Situationen oft kollektiv eingeknickt. Am Montag wehrte sie sich, so lange die Kräfte dies zuließen. Im entscheidenden Tiebreak lief sie dann aber von Beginn an der Musik hinterher. Mit jedem Fehler wuchs die Enttäuschung in den Gesichtern. Coach Büring baute die Seinen nach Spielschluss rasch wieder auf: „Alle haben extrem gut gekämpft. Ich bin zu 100 Prozent einverstanden mit der Leistung.“ Und Lisa Thomsen sagte: „Wenn wir so weiterspielen, werden wir auch irgendwann Erfolg haben.“

Weil neben der Langzeit-Verletzten Andrea Berg auch Barbara Degi passen musste, schrumpfte der Kader des USC vor dem ersten Saisonheimspiel auf lediglich noch acht Spielerinnen zusammen. Die an einer Zerrung im Wadenbereich laborierende Ungarin hatte den Abschlusstest nicht bestanden. „Unserer medizinischen Abteilung war das Risiko zu groß. Die Verletzung hätte sich verschlimmern können“, teilte Vizepräsident Jürgen Schulz mit.

Eine gelungene Premiere am Berg Fidel feierte Anna Maycock. Durch gute Trainingsleistungen hatte sich die Australierin für den Startplatz auf der Zuspielposition empfohlen, im Wettkampf rechtfertigte sie das in sie gesetzte Vertrauen. Die 26-Jährige fädelte viele gelungene Aktionen des Gastgebers ein. Einziger Kritikpunkt: Am Ende des dritten Satzes, als Münster den 23:18-Vorsprung verspielte, schwächelte auch Maycock. Noch gestern trauerte Lisa Thomsen der vertanen Chance hinterher. „Wenn wir den dritten Satz gewonnen hätten, wäre das wohl die halbe Miete gewesen.“

Weil die Dinge anders kamen, musste der USC in die Aufholjagd. Die Mannschaft kratzte und biss um jeden Zähler, und alle in der Halle jubelten, als der Tiebreak erzwungen war. Die Freude wich jedoch rasch der Ernüchterung, Münster verlor den fünften Satz glatt 5:15. Büring hatte es kommen sehen. „Da haben sich dann am Ende eines kräftezehrenden Spiels die Größenverhältnisse bemerkbar gemacht. Wir haben halt keine, die 1,90 Meter misst und den Ball einfach mal reinknallt.“

Was wahr ist und dann doch Anlass zu Sorge gibt. Denn weder Anika Brinkmann (1,77 m), gegen Leverkusen Münsters Beste, noch Johanna Barg (1,80 m), Barbara Degi (1,82 m) und Ines Bathen (1,71 m) werden für große Sprünge noch wachsen.

Das nächste Punktspiel bestreitet der USC am kommenden Dienstag (20.15 Uhr) in Wiesbaden.

(Quelle: Westfälische Nachrichten)

USC kämpft 127 Minuten imponierend - und verliert 2:3

Dienstag, 21. Oktober 2008

Neun Tage nach dem Ligastart und dem 0:3 in Thüringen setzte sich der Volleyball-Bundesligist USC Münster am Montagabend in Berg Fidel bei seiner Heimpremiere gegen Bayer 04 Leverkusen imponierend kampfstark in Szene, musste aber nach fünf Sätzen vor 950 Zuschauern die zweite Niederlage hinnehmen.

Beim 2:3 (25:19, 22:25, 23:25, 5:15) ging es bis nach 22.30 Uhr packend hin und her. Münster setzte, da Barbara Degi auch außen vor blieb, nur acht Spielerinnen ein. 127 Minuten dauerte das erste “TV-Spiel” für den USC, der in den nächsten zwei Wochen zwei weitere davon austrägt. So will es der Vertrag der Liga mit sportdigital.tv aus Hamburg.

Büring: “Sehr gute Qualität”

„Wir habe ein Spiel von sehr guter Qualität geliefert“, wertete Trainer Axel Büring, der stolz war auf die Teamleistung. „Wir müssen schnell spielen, wir haben viele Varianten gezeigt, die Wirkung erzielten.“Zuspielerin Anna Maycock wusste auf Anhieb zu gefallen. Kraft raubend sei dieser Stil zweifellos, „aber wir haben es gut umgesetzt.“ Der Einsatz aller sei extrem hoch gewesen „und daher gab es diese Leistung, mit der ich zu 100 Prozent zufrieden bin.“

In entscheidenden Momenten habe Bayer „immer noch den Notausgang gefunden“, attestierte Büring dem Gegner um Nationalspielerin Maren Brinker auch eine entscheidende Qualität. „Insgesamt war das Spitzensport heute, fast zweieinhalb Stunden lang.“

Bimberg rückt in den Kader - sofort

Aus der Zweitliga-Mannschaft wird der USC zu sofort Claudia Bimberg in die Erste dirigieren, die als Mittelblockerin versuchen wird, die durch Andrea Bergs Verletzung entstandene große Lücke ein wenig kleiner zu machen. Die 22-Jährige kam 2005 nach Münster. Die 1,90 m lange Studentin und ehemalige Junioren-Nationalspielerin war bei ihrem ersten Versuch in der USC-Ersten noch nicht wirklich erfolgreich.

Anika Brinkmann mit Power

Nach 27 Minuten hatte der USC den ersten Satz in dieser Serie gewonnen. Zuerst mit Anika Brinkmann, Gwendoline Horemans, Johanna „Jojo“ Barg, Ines Bathen, Lisa Thomsen und Zuspielerin Anna Maycock auf dem Feld nahm Münster das Heft in die Hand. Selbstbewusst machte die Führung die Auswahl, die über 5:2, 12:7, 20:15 ihren Weg fand. Mutige Schmetterschläge von Brinkmann und bessere Aufschläge hatte der USC parat. Brinkmann setzte den Punkt zum 25:19.

Die schmale Führung im zweiten Satz war schnell dahin. Vorne am Netz agierte Leverkusens US-Amerikanerin Crystal Hudson bisweilen durch überraschende Aktionen effektiv. Und Libera Georgia Terzoglu fand besser in die Partie. 4:7, 10:15 und 14:19 lag Münster hinten, eher sich Brinkmann wieder traute und schmetterte.

Die Aufholjagd nahm ihren Lauf, die Kulisse ging mit und feuerte die jetzt ungemein kampfstarken USC-Spielerinnen an. Ein 22:22 hatten die Gastgeberinnen erreicht, als sie viel Pech entwickelten und doch noch 22:25 verloren binnen 28 Minuten.

Unverzagt über Außen attackiert

Acht Spielerinnen hatte USC-Coach Axel Büring nur parat, eine mehr bot Bayer auf.
Die arg strapazierten Spielerinnen gaben im dritten Satz alles. 0:4 lag der USC hinten, holte zum 7:7 auf, gab sich mit dem 10:10 nicht zufrieden und legte los. Anika Brinkmann agierte jetzt wie entfesselt und setzte von außen ihre Power in Punktgewinne um. Aber nach dem 23:18 riss der Faden komplett. Das Zuspiel stimmte nicht mehr in den folgenden Momenten. Bayer blockte besser, drehte den Satz zum 25:23 nach 30 Minuten.

Die nächste halbe Stunde bot wieder Spannung pur und wechselnde Führungen, aber Satz Nummer vier ging tatsächlich an den USC, für den nach dem 19:19 Lea Hildebrand in der Mitte erfolgreich durchkam, wo Münster ansonsten kaum Stärke aufzuweisen hatte. Wieder hievte Anika Brinkmann nebst einem Bayer-Fehler den Durchgang aufs USC-Konto mit 26:24.

Der Tiebreak musste entscheiden. Und er entschied für die Auswahl, die sich zwischendurch eine Auszeit genommen zu haben schien. Leverkusen machte jetzt sofort Druck, stellte in der Mitte den Block gut und entnervte die Gestressten recht schnell. 3:7, 3:10 und dann 5:15 hieß es zum Nachteil für den USC.

Degi kuriert Wadenverhärtung aus

Am Rande, also auf der Tribüne, nahmen Andrea Berg und Barbara Degi die Stimmung wahr und feuerten die Mitspielerinnen an. Degi wird wegen einer Wadenverhärtung, die aus dem Sprung-Training herrührt, ein paar Tage aus dem Training müssen.

„Es ist schade, dass es so gekommen ist und ich nicht spielen durfte. Es war toll zu sehen, wie sehr die anderen gekämpft haben. Aber mit acht Spielerinnen kommt man an die Grenzen“, sagte sie zu echo-muenster.

(Quelle: Echo-Münster)

USC glaubt an die eigene Stärke

Samstag, 18. Oktober 2008

Axel Büring lässt sich alle Wege offen. Auf die Frage, was ihn denn optimistisch im Hinblick auf die Saison-Heimpremiere am Montag (20.15 Uhr) stimme, kommt der Trainer des USC leicht ins Grübeln. Denn es war nicht viel, was seine Mannschaft zuletzt beim 0:3 aus Suhl mitnehmen konnte. Umso mehr konzentriert sich das Team jetzt auf das erste Heimspiel. Gegner in der Sporthalle Berg Fidel ist Bayer Leverkusen. Ein Sieg wäre nicht nur für das Punktekonto, sondern auch für die Moral wichtig.

Am vergangenen Samstag nahmen rund 50 Fans knapp 900 Kilometer Fahrt auf sich, um den USC bei der Saisonpremiere beim thüringischen Vertreter VfB Suhl die Daumen zu drücken. Doch spätestens nach dem zweiten Satz war die Aussicht auf ein spannendes Spiel schon getrübt. Dem USC gelang es nicht, dem Gegner Paroli zu bieten, so dass sich die Niederlage förmlich abzeichnete. Am Montag hat die junge Mannschaft nun die Möglichkeit zu zeigen, dass sie es besser kann.

Vor der Saison-Heimpremiere hat sich nach der Verletzung von Andrea Berg die personelle Ausgangslage nochmals verschlechtert. So hatte sich Neuzugang Barbara Degi beim 0:3 in Suhl eine Verletzung in den Bändern des Fußgelenks zugezogen. Zu den Aussichten ihres Mitwirkens gegen Bayer Leverkusen sagte Axel Büring: „Es sieht nicht so gut aus. Barbara kann nicht springen. Ihr Einsatz ist fraglich.“ Nicht lange nachzudenken braucht der USC-Trainer, um die Stärken des Gegners auszumachen. „Leverkusen hat mit Maren Brinker und Nadja Schaus zwei gute Außenangreiferinnen in ihren Reihen. Eine dritte ist die erst 16-jährige Ann-Christin Quade“, weiß Büring um die Qualitäten des Gegners.

Nun bleibt abzuwarten, welch eine Marschrichtung er seiner Mannschaft auf den Weg gibt. Man darf gespannt sein auf das Resultat. Büring jedenfalls vermeidet es, sein Team unter Druck zu setzen: „Mich interessiert nicht das Ergebnis. Ich will, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt.“ Wobei das Vertrauen in die eigene Stärke ungebrochen ist. In Suhl, so der Trainer, habe die Mannschaft ihr wahres Gesicht nicht gezeigt. Denn die gezeigten Leistungen standen in krassem Gegensatz zu den Ansprüchen. Umso mehr kommt es deshalb am Montag darauf an, diesen Widerspruch aufzulösen. Und so lässt Büring denn auch keinerlei Zweifel daran aufkommen, dies zu bewerkstelligen. Dabei hofft der Coach, von dem Anschauungsunterricht profitieren zu können: Unter der Woche nahm sich der 41-Jährige Zeit, das Videoband von der Leverkusener 2:3-Niederlage gegen Köpenick auszuwerten.

(Quelle: Westfälische Nachrichten)

USC sind die Hände gebunden

Dienstag, 14. Oktober 2008

Ein Unglück kommt selten allein. Nach der 0:3-Auftaktniederlage beim VfB Suhl ereilte den USC Münster gleich die nächste Hiobsbotschaft. Die zentrale Frage, die sich stellt, lautet: Wie reagiert der heimische Volleyball-Bundesligist nach dem Kreuzbandriss von Kapitän Andrea Berg? Bislang gibt es nur vorläufige Antworten. Stand der Dinge: Das USC-Präsidium erteilt der Neuverpflichtung einer Spielerin grundsätzlich zwar keine Absage. Doch angesichts wirtschaftlicher Zwänge erscheint es zum gegenwärtigen Zeitpunkt unwahrscheinlich, dass sich der Verein auf dem Transfermarkt nochmals bedient. Dem Verein sind die Hände gebunden.

„Wir hatten bis zuletzt die Hoffnung, dass sich die Verletzung als nicht so gravierend herausstellt. Jetzt ist die Sachlage eine andere. Unsere medizinische Abteilung wird Andrea begleiten, und wir hoffen auf einen guten Heilungsprozess.“ Wie lange der dauern wird, ist allerdings nicht absehbar. Doch ist zu befürchten, dass die Spielführerin die komplette Saison ausfallen wird. Berg hatte sich im September während des Trainingslagers in den Niederlanden verletzt. Die am Freitag durchgeführte Athroskopie brachte die Gewissheit, dass es sich nicht um einen vergleichsweise weniger schwerwiegenden Innenband-, sondern um einen Kreuzbandriss handelt.

Axel Büring wusste am Samstagabend noch nichts über das Ergebnis des operativen Eingriffs. „Wir haben uns auf unser erstes Meisterschaftsspiel vorbereitet. Von daher war ich nicht informiert“, sagte der Trainer unmittelbar nach dem 0:3. Seine zuvor schon gehegten Befürchtungen bestätigten sich schließlich auf der Heimfahrt von Suhl nach Münster, als er in Kenntnis gesetzt wurde. Außer Frage steht, dass der Ausfall der Spielführerin eine kaum zu schließende Lücke in das Mannschaftsgefüge reißt. „Andrea ist nicht nur sportlich, sondern auch als Persönlichkeit unverzichtbar. Sie bringt sehr viel Erfahrung ein. Ihr Ausfall wiegt schwer.“

Ob der USC angesichts dieser Umstände seinen Kader erweitern wird, bleibt abzuwarten. „Es nutzt nichts, jetzt in Hektik zu verfallen“, sagte Präsident Matthias Fell gestern gegenüber unserer Zeitung. Die Frage, ob der Verein noch einen Transfer tätigen wird, dürfte auch Thema einer Präsidiumssitzung am kommenden Sonntag sein. Dabei geht es um die Situation des Gesamtvereins, um strukturelle Veränderungen der Arbeitsabläufe. In einer Hinsicht legt sich der neue USC-Chef jedoch schon fest: „Wir können keine weiteren Schulden machen“, erteilt er angesichts der ohnehin angespannten Situation finanziellen Drahtseilakten kategorisch eine Absage. Noch bis Ende des Jahres hätte der USC die Möglichkeit, seinen Kader zu erweitern. Sollte sich der Verein überhaupt mit diesem Gedanken beschäftigen, wäre das Anforderungsprofil der Neuen klar vorgegeben: Sie dürfte nicht viel kosten und müsste den Unabhängigen sportlich auf Anhieb weiterhelfen.

Büring selbst fügt sich als Angestellter des Vereins der wirtschaftlichen Not gehorchend den Rahmenbedingungen: „Ich habe mich schon vor Andreas Verletzung für eine weitere Verpflichtung ausgesprochen. Aber wenn das finanziell nicht möglich ist, dann müssen wir uns eben damit abfinden.“

(Quelle: Westfälische Nachrichten)

Andrea Berg nach Kreuzband-OP außen vor

Dienstag, 14. Oktober 2008

Die schlimmsten Befürchtungen des Volleyball-Bundesligisten USC Münster haben sich bestätigt. Leistungsträgerin Andrea Berg musste nun doch wegen eines gerissenen vorderen Kreuzbandes operiert werden. Diese Diagnose und den folgenden notwendigen Eingriff hat Teamarzt Dr. Stephan Maurer vorgenommen, wie der Verein am Montag mitteilte.

Die Operation sei gut verlaufen. Wie berichtet hatte sich die Kapitänin des USC am 23. August im Trainingslager in den Niederlanden das Knie lädiert. Zunächst war ein Innenbandriss erkannt worden – erst als die Schwellung des Gelenks abgeklungen war, wurde die endgültige Diagnose erstellt.

Fell macht die Lage zum Thema

Aller Voraussicht nach, glaubt der USC, fällt die Mittelblockerin für den Rest der Saison aus In dieser Woche berät der neue Vorstand unter Matthias Fell über die weitere Vorgehensweise nach dieser Hiobsbotschaft für Trainer Axel Büring. Es ist anzunehmen, dass dieser auf eine weitere Neuverpflichtung wert legt. Gleichwohl weiß er, wie es um die Haushaltslage des Klubs bestellt ist und lamentiert nicht öffentlich.

Beim Liga-Auftakt in Suhl hatte Büring neun Spielerinnen im Kader stehen. Auch am Montag (20. Oktober, 20.15 Uhr) im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen werden es, Stand jetzt, nicht mehr werden. Die Regularien verbieten zudem, an den ersten beiden Spieltagen eine Akteurin aus der Zweitliga-Zweiten einzusetzen.

(Quelle: Echo-Münster)

Stachel der Enttäuschung sitzt tief

Montag, 13. Oktober 2008

Die Dinge entwickelten sich nicht in die gewünschte Richtung. Nach der 0:3 (18:25, 13:25, 12:25)-Niederlage, die der USC im Saison-Eröffnungsspiel der Volleyball-Bundesliga beim VfB Suhl am Samstagabend hatte hinnehmen müssen, saß der Stachel der Enttäuschung tief. Das lag weniger daran, dass den Unabhängigen von einem übermächtigen Gegner – fast schon erwartungsgemäß – die Grenzen aufgezeigt wurden. Der Grund für die Niedergeschlagenheit war vielmehr der, dass der USC in der Suhler Sporthalle „Zur Wolfsgrube“ eigenen Ansprüchen nicht gerecht wurde. Das kam auch in den Worten von USC-Trainer Axel Büring zum Ausdruck, der hinterher desillusioniert feststellte: „Wir haben heute Vormittag gut trainiert, sind dann aber aus der Halle geschossen worden.“ Nicht nur Büring hatte sich den Abend anders vorgestellt.

Die Geschichte des einseitigen Spielverlaufes ist rasch erzählt. Der USC vermochte dem VfB Suhl nur im ersten Satz Paroli zu bieten. Als danach die Vorteile der in allen Spielelementen deutlich überlegenen Gastgeberinnen zum Tragen kamen, schwanden beim USC zunächst die Moral und dann auch die Kräfte. Der Wille war den Unabhängigen zwar nicht abzusprechen. Doch diese einmal mehr lobenswerte Tugend reichte nicht, um dem Team von Suhls Trainer Michael Schöps Paroli zu bieten. Der VfB war einfach eine Nummer zu groß. „Wenn man von einem Satzgewinn so weit entfernt ist wie wir es waren, dann ist es leicht zu sagen: Wir haben nicht gewollt. Diesen Vorwurf kann ich meiner Mannschaft aber nicht machen“, betonte Büring, der davon sprach, ein Spiel „auf zwei unterschiedlichen Levels“ erlebt zu haben

Im ersten Satz waren die Leistungsdiskrepanzen allerdings noch nicht augenscheinlich. Zwar geriet der USC rasch in Rückstand. Doch beim Stand von 6:8, 15:19 und 17:21 hatte er sich herangekämpft. Phasenweise gelang es, mitzuhalten und – nach Aufschlägen von Anika Brinkmann – den Gegner zu beschäftigen. Dabei vermochte sich Barbara Degi einige Male in Szene zu setzen, die mit Schmetterschlägen von der Außenposition erfolgreich war. Doch schon im zweiten Satz zeigte sich, dass der USC nicht in der Lage war, das Niveau zu halten. Der VfB Suhl machte nun mächtig Dampf, so dass das Team von Axel Büring die Orientierung verlor. Als im dritten Satz Degi aufgrund einer Bänderdehnung nicht mehr eingesetzt werden konnte, schwanden die Chancen zusehends.

Suhl war nun in jeder Hinsicht die bessere Mannschaft – spielerisch, taktisch und auch physisch. Diese Vorteile machten sich vor allem am Netz bemerkbar. Dort setzten die Gastgeberinnen dem USC nicht nur körperliche Größe, sondern auch Masse entgegen. Auf der anderen Seite düpierte Ex-Nationalspielerin Anja Krause den wenig sattelfesten USC-Block ein ums andere Mal. Nach insgesamt 62 Minuten hatte der Spuk dann endlich ein Ende.

Den Unabhängigen blieb die Erkenntnis, ein gutes Stück unter ihren Möglichkeiten geblieben zu sein. „Für Suhl war es letztlich ein Trainingsspiel“, resümierte Büring. Ähnliches dachte wohl auch sein Pendant Schöps angesichts der Tatsache, dass sein Team allenfalls ansatzweise gefordert wurde: „Dieser Sieg ist kaum einzuordnen.“

(Quelle. Westfälische Nachrichten)

USC in der “Wolfsgrube” ohne Mittel beim 0:3

Sonntag, 12. Oktober 2008

Das war Axel Büring zu deutlich: „Wir haben das Niveau, das wir im Training gezeigt haben, nicht mit in den Wettkampf genommen.“ Beim VfB Suhl gab es ein 0:3 (18:25, 13:24, 12:25) des USC Münster zum Bundesliga-Auftakt.

In der „Wolfsgrube“ der Thüringerinnen war die Atmosphäre klasse – weil die heimischen Volleyballerinnen durchweg überzeugten. Suhl ist angetreten, um den Titel mitzuspielen.

Degi verletzt sich

Der kleine Kader des USC war am Ende auch noch dezimiert. Denn die Ungarin Barbara Degi knickte im dritten Satz um und konnte nicht mehr weiterspielen. Deutlich mehr Alternativen hatte VfB-Trainer Michael Schöps, der die noch nicht voll belastbare Birgit Thumm zwar nur dann und wann brachte, die 20-jährige Dominice Steffen aber durchspielen ließ. 62 Minuten dauerte das Match – direkt danach trat der USC die Heimreise an.

Suhl entfacht Druck

Suhl setzte den USC gleich „mit sehr guten Aufschlägen“ (Büring) unter Druck. 6:3, 11:6 und dann 19:13 stand es. „Unsere Annahme kam nicht“, konstatierte Büring, der bei der Liga-Premiere hauptsächlich auf die Australierin Anna Maycock im Zuspiel setzte. Die Neue konnte ihr Können kaum entfalten. „Suhl hat kombiniert – manchmal nach Belieben“, sah Büring den VfB phasenweise „eine ganze Klasse besser.“

Auf 16:20 kam Münster noch einmal heran, aber das Strohfeuer konterten die Gastgeberinnen, die nach 22 Minuten zu 18 gewonnen hatten. Nur 20 Minuten währte Set Nummer zwei, den Suhl über 6:1, 9:2, 16:7 und 18:10 mit 25:13 holte. War Münster anfangs „zu aufgeregt und auch beeindruckt von der Kulisse“ (Büring), so sah der Coach seine Auswahl dann sogar als „konsterniert“ an.

Nach 4:2 zum 5:13

Suhl lag im dritten Satz 2:4 hinten und schlug postwendend zurück. Über 7:5 und 13:5 wurde es deutlich, über 20:10 ging der letzte Satz binnen 20 Minuten mit 25:12 an den Tagesfavoriten. An dem Abend hatte der USC keine Möglichkeiten, dem Tempo und den Attacken des VfB eigene Mittel entgegen zu stellen.

Bayer Leverkusen, am Samstag daheim 2:3-Verlierer gegen die Köpenickerinnen, ist am 20. Oktober der erste Gegner, den der USC am Berg Fidel empfängt.

(Quelle: Echo-Münster)