USC nimmt nach 101 Minuten dritte Niederlage hin
Mittwoch, 29. Oktober 2008“In den Sätzen drei und vier haben wir einen Schritt nach vorne gemacht”, bilanzierte Trainer Axel Büring. Aus seinem Kleinstkader spielte diesmal die Ungarin Barbara Degi als Diagonalangreiferin mit. Sie hielt nach überstandener Wadenverletzung durch, ohne ausgewechselt zu werden.
Am Anfang zu viele Fehler
Wie erwartet agierte die Australierin Anna Maycock nahezu über die volle Zeit im Zuspiel. Doreen Engel kam kurz mal aufs Parkett, auch Claudia Bimberg hatte eher weniger Anteile.
Der 1. VC “international” Wiesbaden gewann in 22 Minuten den ersten Satz. Büring sah Münster “sehr fehlerhaft in Annahme und Aufschlag.” In Satz Nummer zwei begann der USC besser und sicherer, aber die Gastgeberinnen von Trainerin Xiaojun Yang rissen das Geschehen zügig an sich. Über 6:6 und 13:12 bekam Wiesbaden einen Lauf zur einer Punkteserie, die Münster zermürbte.
Kurze Pause hilft in die Spur
Büring versuchte in der Zehn-Minuten-Pause danach, ans Selbstbewusstsein zu appellieren. Tatsächlich erlebte er im dritten Satz eine “ganz andere Ausstrahlung” als zuvor. Über 10:10 und 15:15 ging der USC knapp in Führung und war nach 28 Minuten im Ziel mit 25:23. “So kann es gehen, wenn wir entsprechend auftreten. Das muss unser Weg sein - aber wir dürfen nicht immer warten bis zum dritten Satz.”
Bis zum 4:7 und 6:8 hielt der USC im vierten Satz wieder gut mit. Kämpferisch sah Büring die Spielerinnen jetzt phasenweise auf dem Niveau des letzten Heimspiels (2:3 gegen Leverkusen). Wiesbaden baute seine Führung aber aus. Über 18:13 und 21:15 machte der VC alles klar zum 25:18 in 27 Spielminuten.
“Wiesbaden wird noch besser”
Die “starken Individualistinnen” (Büring) der völlig neuformierten Mannschaft sind mit dem Sieg also auch punktemäßig einen Schritt weiter als der USC. In den Bereich Aufschlag und Annahme sah Münsters Coach den Gegner überlegen. “Wiesbaden hat Klasse, keine Frage. In der Rückrunde wird es noch schwerer werden, die zu schlagen”, ist er sicher. “Die werden sich steigern.”
Der USC steht in seinem nächsten Heimspiel von vornherein nicht in der Favoritenrolle. Am Dienstag (4. November, 20.15 Uhr, Berg Fidel) gastiert NA Hamburg in Münster und mit ihm einer der großen Titelfavoriten.
(Quelle: Echo-Münster)