Tagesarchiv für den 26. September 2008

Erster Befund: Innenbandriss

Freitag, 26. September 2008

Der USC sorgt sich um seine Spielführerin Andrea Berg. Die Volleyballerin zog sich am Dienstagabend bei einem Testspiel in den Niederlanden einen Riss des Innenbandes im linken Knie zu. So viel zumindest ist seit gestern bekannt. Ob noch andere Bereiche des komplizierten Knieapparates beschädigt sind, wird sich erst nach einer weiteren Untersuchung morgen zeigen. „Der Riss ist schon schlimm genug. Wir haben Hoffnung, dass es nicht noch heftiger kommt. Aber es ist nicht die Zeit für Spekulationen“, teilte Geschäftsstellenleiter Dieter Theis mit.

Andrea Berg wird eine längere Zwangspause einlegen müssen. So wie der Dortmunder Fußball-Profi Alexander Frei, den im Eröffnungsspiel der Europameisterschaft im Juni die gleiche Verletzung jäh stoppte. Der Schweizer fiel drei Monate aus. Innenbandrisse gelten als sehr problematische Blessuren. Im Falle einer ähnlich langen Rekonvaleszenz würde die 27-Jährige erst Ende des Jahres wieder ins Bundesliga-Team zurückkehren. Den größten Teil der Hinrunde müssten die Unabhängigen somit ohne ihre blonde Kapitänin bestreiten.

Nach einem kurzen Abstecher in die Heimat am Mittwoch zur Mitgliederversammlung halten sich Trainer Axel Büring und seine Schützlinge seit gestern Nachmittag wieder in den Niederlanden auf. Beim Turnier in Weert kam es am späten Abend zu einem freundschaftlichen Kräftemessen mit AS PTT Mulhouse. Heute steht an gleicher Stätte ein zweiter Vergleich mit dem französischen Erstligisten an.

Im ersten Turnierspiel am Dienstag gegen Zeiler Köniz (Schweiz) zeigte der USC eine gute Leistung. „Im vergangenen Jahr haben wir zu selten als Mannschaft funktioniert. Zurzeit aber sehe ich einen positiven Trend“, sagte Coach Büring. Auch Vizepräsident Jürgen Schulz hat Hoffnung auf eine bessere Zukunft. „Jede unserer Spielerinnen kann mehr, als sie in der letzten Saison gezeigt hat. Das werden sie in der neuen Spielzeit auch beweisen“, erklärte er.

Bei aller Zuversicht: die Personaldecke der Unabhängigen ist ausgesprochen dünn. Nur zwei Zugängen (Barbara Degi und Anna Maycock) stehen vier Abgänge (Tasia Ryschkowa, Katie Leck, Tatjana Zautys, Jil Döhnert) gegenüber. Und nun auch noch die schwere Verletzung von Andrea Berg. Durch ihren Ausfall reduziert sich die Zahl der Mittelblockerinnen im Kader zumindest vorübergehend auf exakt zwei: Gwendoline Horemans und Lea Hildebrandt.

Axel Büring und seine Mannschaft stehen vor einer schwierigen Mission. Mit dem Auswärtsspiel im thüringischen Suhl startet der USC am 11. Oktober in die Saison. Natürlich wünscht sich der Trainer eine Aufstockung seines Kaders. Doch angesichts der prekären finanziellen Situation sind dem Club wohl die Hände gebunden.

(Quelle: Westfälische Nachrichten)