Andrea pfeift die USC-All-Stars zum Sieg!
Sonntag, 21. September 2008Das Treffen der prominenten Volleyballerinnen und Volleyballer war der Hit des Tages. Neudeutsch “Volleyday im Volleydome” nannte der USC Münster den erstmals in dieser Form veranstalteten Event in der Halle Berg Fidel, die einige hundert Zuschauer aufsuchten, um Nähe zu finden und Neugier zu stillen. Das Projekt fand Anklang – schon vor der Serie bekam der Klub Beifall.
Cheftrainer Axel Büring löste mit der Partie zweier Teams, Herren hier und Damen dort, eine Wette ein. Er wird mächtig durch die Gegend telefoniert haben, bis er alle Zusagen hatte. “Was hier auf die Beine gestellt wurde, das ist enorm. Ich freue mich tierisch auf den Tag hier”, sagte Büring, bereits gekleidet in ein gelbes Trikot. Gelb trugen die von Olaf Kortmann und Jürgen Wagner gecoachten Volleyballherren, im grünen Dress boten die von Tom kleine Holthaus und Christoph Kesselmeier gecoachten Damen Paroli.
Für einen fairen Ablauf des Spiels hatte der USC aber auch gesorgt. Die Position der Schiedsrichter übernahmen routiniert Andrea Berg und Lisa Thomsen.
Obschon die “alten Herren” (Büring) überraschend auch mit Nationalspieler Björn Andrae aus Berlin aufwarteten, setzte es ein 0:2 gegen Zuspielerin Tanja Hart und Kolleginnen. Zwar sagte beinahe jeder, dass das Resultat nicht so wichtig sei, aber die Ballwechsel verrieten durchaus Siegeswillen auf jeder Seite des Netzes. 25:23 und 25:21 gewannen die Damen – wir schreiben das hier nur für diejenigen auf, die es interessiert…
Die Teams schafften es tatsächlich, den Spaß mit dem echten Sport zu verbinden. Die Waagschale kippte nicht in Richtung Verbissenheit oder in Richtung Klamauk. “Das war Sport”, attestierte Büring allen. Er selbst schlug auch nicht jede Angabe von unten, er selbst schmetterte und freute sich, wenn Zwei-Meter-Mann Andrae, der für Panathinaikos Athen spielt, oder Beach-Könner Markus Dieckmann punkteten.
Andrae hielt sich mit Attacken durchaus zurück – stand doch seine Freundin Hella Jurich im gegnerischen Team. “Ja, das ist schwierig, in jeder Szene die richtige Entscheidung zu treffen”, grübelte er manchmal. Eigentlich nur zu Besuch in Münster nahm er die spontane Einladung von Büring gerne an. Und war ganz schnell umgezogen. So viel Spontaneität passte zu dem Match.
Tanja Hart, Danja Müsch, Ulrike Schmidt, Anne-Kathrin Schade, Ester Schulz, Rieke Brink-Abeler, Gudula Krause, Judith Siebert (geborene Sylvester), Johanna Thewes (geb. Reinink), Hella Jurich und Eva Stepancikova verstanden sich prächtig und zogen durch technisch besseres Spiel und dank größerer Fitness den Herren den Zahn.
Danja Müsch, heute Reporterin bei sportdigital.tv, bedankte sich “im Namen der siegreichen Mannschaft” übers Mikro bei Axel Büring: “Das ist eine super Idee, die ihr hier umgesetzt habt. Wie ich denken viele gerne an die schöne Zeit in Münster zurück.”
(Quelle: Echo Münster)

