USC verabschiedet sich mit Tiebreak-Niederlage
Samstag, 12. April 2008Zwar war es knapp, doch am Ende hat es für den Volleyball-Bundesligisten USC Münster nicht gereicht, sich in der Saison 2007/08 mit einem Sieg vom heimischen Publikum zu verabschieden. Mit 2:3 unterlag das Büring-Team NA Hamburg.
Immerhin sahen die gut 500 Zuschauer am Berg Fidel am Freitagabend ein ordentliches Playdown-Match, bei dem die Hanseatinnen nach 110 Spielminuten mit 22:25, 25:21, 25:18, 22:25 und 15:9 die Oberhand behielten. Damit gewannen die Spielerinnen von Helmut von Soosten und Michael Schöps nun auch den vierten Vergleich zwischen beiden Teams in dieser Bundesliga-Serie.
Punktballchancen nicht verwertet
Axel Büring, der auf die verletzte Tatjana Zautys ganz verzichten, und mit Lisa Thomsen und Andrea Berg zwei Leistungsträgerinnen angeschlagen spielen lassen musste, wollte daher seine Sechs nicht zu stark in die Kritik nehmen. „Insgesamt haben wir ein spannendes Match auf gutem Niveau gesehen, vor allem wenn man bedenkt, unter was für Bedingungen die Teams angetreten sind“, so der Amelsbürener mit Seitenblick auf die sportlich gesehen bedeutungslose Playdown-Runde. „Gerade Lisa und Andrea haben sensationell agiert, dafür, dass bis gestern nicht klar war, ob sie überhaupt spielen können.“ Allerdings übersah der Coach auch nicht die Probleme: „Wir waren im dritten Satz fünf Minuten lang überhaupt nicht wach und haben übers ganze Spiel gesehen zu häufig unsere Punktball-Chancen nicht verwertet.“
Guter Start
Das galt allerdings nicht für den ersten Satz, in dem sich der USC gegen die favorisierten Hamburgerinnen praktisch keine Eigenfehler erlaubte, gut servierte und die Hamburger Annahme-Probleme konsequent nutzte. Die Satzführung war absolut verdient, und auch im zweiten Durchgang spielten beide Kontrahenten auf einem Niveau – der USC jedoch nur bis zum 21:21. Denn nach der folgenden NA-Auszeit machten die Gäste vier Punkte in Folge und glichen aus.
Doch damit nicht genug: Auch die nächsten fünf Punkte im dritten Set gingen an die Hanseatinnen, bei denen vor allem die Ex-Münsteranerin Kerstin Ahlke konsequent punktete. Erst bei 2:10 fingen die Unabhängigen an sich zu berappeln, doch da war es für den Satzgewinn natürlich schon viel zu spät. Positiv beim USC allerdings war die Tatsache, dass die Mannschaft – geführt von der immer wieder über die Mitte punktenden Andrea Berg - mit neuer Energie in den vierten Abschnitt ging. Dass der USC erst seinen vierten Satzball zum 2:2 verwertete, musste nicht wirklich stören.
Wie im dritten Satz verdaddelten die Münsteranerinnen den Start in den Tiebreak vollkommen. Es war wieder eine dieser Phasen, die sich der USC in so vielen Partien dieser Saison erlaubte. 1:7 nach kaum fünf Minuten – das war einfach nicht mehr aufzuholen.
Nach nun 19 Niederlagen aus 25 Bundesliga-Spielen haben die Unabhängigen am Sonntag die Chance, die Saison immerhin mit einem Sieg abzuschließen. Im letzten Match der Serie 2007/08 ist Münster dann beim Schlusslicht TSV Sonthofen zu Gast.
(Quelle: Echo-Münster/Lutz Hackmann)