Deja vu: USC fehlen zwei Punkte zum Sieg bei NA Hamburg

Die Hamburger Halle am Neumoorstück bleibt für den USC Münster in dieser Saison verhext: Wie im allerersten Saisonspiel unterlag der Volleyball-Bundesligist am Donnerstagabend Gastgeber NA Hamburg im Tiebreak – erneut mit dem Minimalabstand von zwei Ballpunkten.

118 Minuten dauerte die Neuauflage des dramatischen Vergleichs an der Süderelbe, mit 26:24, 20:25, 19:25, 25:21 und 15:13 sicherten sich die von Helmut von Soosten gecoachten Nordlichter am Ende des zweiten Playdown-Spieltages die zwei Zähler. Überschattet wurde die Begegnung von der schweren Verletzung der bis dahin überragenden USC-Libera Lisa Thomsen, die im Tiebreak beim Stande von 11:10 für Hamburg bei einer Bodenaktion auf den Rücken fiel und vom Feld getragen werden musste.

Vertane Chance im ersten Set

Mit der Partie vom Saisonstart mochte USC-Trainer Axel Büring das Match am Donnerstagabend nicht vergleichen. „Es war ein ganz anderer Spielverlauf und insgesamt eine andere Qualität“, urteilte der 40-Jährige, der der vergebenen Chance zur 1:0-Satzführung hinterher trauerte. „Hamburg war in der Endphase des Satzes verunsichert, wir hatten gute Möglichkeiten, ihn für uns zu entscheiden. Doch genau hier haben wir zwei leichte Fehler gemacht.“ Und NA nutzte den zweiten Satzball zum 26:24.

In den beiden folgenden Durchgängen waren die Unabhängigen ganz klar der Chef im Ring. Die Sechs, bei der sich ab Mitte des ersten Abschnitts Kate Leck und Tatjana Zautys, Lea Hildebrand und Gwen Horemans, sowie im Zuspiel Doreen Engel und Tasia Ryschkowa zu annähernd gleichen Spielanteilen abwechselten, setzte den Abwehrriegel der Hanseatinnen mit ihren Aufschlägen mächtig unter Druck, zudem gelangen den Gästen überdurchschnittlich viele Blocks. Erst gegen Ende des dritten Satzes, in dem die Westfälinnen zwischenzeitlich mit sieben Punkten geführt hatten, ging die Sicherheit verloren. Die Norddeutschen nahmen den Schwung mit in den vierten Durchgang, in dem Münster blitzartig mit 1:7 zurücklag und nicht mehr aufschließen konnten.

Dramatik bis zum Schluss

So ging es nach vier Sätzen bei Null wieder los, und es wurde ein ganz enges Ding. Dann – bei einer 11:10-Führung der Hanseatinnen – die schwere Verletzung von Thomsen. Mit dem zweiten Matchball beendeten die Hamburgerinnen schließlich die Partie. „Ich wollte hier von meinem Team Leistung und Einstellung sehen. Die Leistung war durchwachsen. Aber die Einstellung war vorbildlich“, fasste Büring die knapp zwei Stunden Spielzeit zusammen. „Sie haben gekämpft und alles versucht. Da kann ich als Trainer auch mal über den einen oder anderen Fehler hinweg sehen.“

Für die Münsteranerinnen bleibt es mit diesem 2:3 in dieser Saison bei einem einzigen Auswärtserfolg, den das Team am 23. November bei den Youngsters vom VCO Berlin geholt hatte. Am Ostersonntag haben Bürings Volleyballerinnen die nächste – und auch vorletzte – Chance, diese Bilanz zu verbessern. Dann nämlich ist der USC beim Köpenicker SC gefordert.

(Quelle: Echo-Münster/Lutz Hackmann)

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