Von Soosten: “Bundesliga geht weiter!”
Donnerstag, 20. März 2008Gut reingekommen in die Playdowns der Bundesliga sind sie bereits, die Volleyballerinnen des USC Münster, mit dem 3:0-Heimsieg gegen Sonthofen. Am Gründonnerstag nun ist Axel Bürings Team auswärts gefordert – bei NA Hamburg.
Wohl nicht nur auf dem Papier ist das die schwerste Aufgabe in der Platzierungsrunde der Ränge sieben bis zehn. Denn die Hamburgerinnen, die ja nur durchs schlechtere Satzverhältnis gegenüber Wiesbaden in die Playdowns rutschten, sind das nominell am besten besetzte Team des Quartetts dieser Runde.
Frustriert zum 1:3
Allerdings verpatzten die Nordlichter, die von Helmut von Soosten und Michael Schöps trainiert werden, nach der nächsten Enttäuschung – dem verlorenen Pokalfinale am 9. März in Halle – den Start. Mit 1:3 unterlag Hamburg dem Köpenicker SC. Sehr zum Ärger des Coaches: „Natürlich habe ich dafür Verständnis, dass Spielerinnen frustriert sind, nachdem wir erst die Meisterrunde verpasst und dann das Pokal-Endspiel verloren haben. Aber die Bundesliga geht weiter. Da muss man zumindest kämpfen und engagiert auftreten“, lässt von Soosten durchblicken, was sich sein Ensemble nach dem Auftritt in Berlin hat anhören dürfen.
Beide Duelle gewonnen
Dass das Trainergespann gegen den USC Münster, der mit deutlichem Punkteabstand und als Vorletzter der Playdowns den Weg an die Süderelbe antritt, eine Wiedergutmachung verlangt, steht außer Frage. Zwei Mal bereits traten die Teams gegeneinander an, NA gewann beide Vergleiche, wenn auch erst äußerst (3:2) und im Rückspiel ziemlich (3:1) knapp. Die Nummer drei soll am Donnerstagabend folgen. Auch wenn von Soosten den USC deutlich stärker einschätzt, als es 2007 der Fall war.
„Münster hat sich nach Weihnachten spürbar verbessert. Es ist mehr Sicherheit im Spiel.“ Der Hamburger glaubt, dass die Münsteranerinnen „an der Niederlagenserie 2007 gewachsen“ seien. „Was den USC angeht, war die Frage für mich nicht ob, sondern wann bei denen der Knoten platzt. Insofern überrascht mich die Steigerung von Münster nicht.“ Insgesamt träfen am Donnerstag zwei Teams aufeinander, „die beide ihren Ansprüchen in dieser Saison nicht gerecht worden sind.“ Das wird sich für die Kontrahenten auch mit einem Sieg in diesem Duell nicht ändern.
(Quelle: Echo-Münster / Lutz Hackmann)