USC bastelt weiter an seiner Heimserie
Gelungener Start für die Volleyballerinnen des USC Münster in die Playdown-Runde der Bundesliga: Die Sechs von Trainer Axel Büring gewann am Dienstagabend glatt mit 3:0 (25:20, 25:23, 25:17) gegen Schlusslicht TSV Sonthofen.
Damit basteln die Unabhängigen auch weiter an ihrer Serie – und ihrem erklärten Ziel. Es war der fünfte Heimsieg in Folge, 2008 hat die Mannschaft am Berg Fidel noch nicht verloren: „Wir wollen daheim ungeschlagen in die nächste Saison gehen“, hatte Büring vor dem Playdown-Start als Richtlinie vorgegeben. Soweit also liegen die Münsteranerinnen im Soll. Das Publikum in Münster allerdings, bei der Bundesliga-Konkurrenz für seine Fachkundigkeit hoch angesehen, stellte diese unter Beweis: Von sportlich wenig ertragreichen Spielen, wie sie die Playdowns darstellen – bekanntlich steigt in dieser Serie kein Team ab – halten die ansonsten volleyballbegeisterten Domstädter offenbar nicht viel. Nur noch 350 Fans gaben sich beim Duell der unteren Hälfte der Viererrunde am Berg Fidel die Ehre.
Büring: “Ordentliches Spiel”
Auch das Spiel war nun nicht gerade ein Volleyball-Feuerwerk. „Ich weiß nicht, was ihr erwartet“, fragte Büring nach der Partie seine Interviewpartner, „eine Leistung wie beim 3:2 gegen Schwerin ist nicht jedesmal abrufbar.“ Der 40-Jährige hatte insgesamt „ein ordentliches Spiel“ gesehen, eine gute Leistung seiner Mannschaft - und lobte den Gegner: „Sonthofen hat gut mitgespielt und war sehr stabil.“
Auch wenn man über die Qualität der Begegnung eine andere Meinung haben kann – Fakt ist, dass der USC vor gar nicht allzu langer Zeit nicht nach drei Sätzen als Gewinner vom Parkett gegangen wäre. Der Aufwärtstrend, der sich besonders über mehr Sicherheit im Spiel und in den offensiven Aktionen deutlich zu erkennen gibt, ist definitiv da. Noch Ende Januar, das ist ja so lange noch gar nicht her, hatten sich die Unabhängigen gegen den selben Gegner noch zu einem 3:2 gequält; das Normalrunden-Hinspiel ist gar bis heute der einzige Sieg in der Sonthofener Bundesliga-Geschichte.
Mehr Sicherheit mit Engel
Nervös hatte das Match begonnen, und Tasia Ryschkowa in der USC-Schaltzentrale, gegen Schwerin noch mit einer starken Leistung, wirkte zunehmend ratlos. Büring reagierte bei 8:11 und nahm die Ukrainerin vom Feld, für sie kam Doreen Engel, mit der mehr Sicherheit in den Anspielen zurückkehrte. Münster schloss zu den von Andreas Wilhelm trainierten Allgäuern auf, die allerdings noch bis 18:18 mitspielten. Vier starke Aktionen von Anika Brinkmann – zuvor in der Versenkung verschwunden – entschieden den Satz.
Dass der USC in den entscheidenden Momenten halt doch mehr zuzusetzen hat als der Aufsteiger aus Bayern, das zeigte sich im zweiten Durchgang, in dem der TSV gar bis 23:23 Paroli bot. Dann ließ Münster zwei konzentrierte Blockaktionen folgen und nahm Sonthofen mit der 2:0-Satzführung auch Motivationswind aus den Segeln. Die Unabhängigen wirkten danach spürbar dynamischer, leisteten sich zwar zwischendurch eine punktemäßig nicht gerade erfolgreiche Phase, lagen aber dennoch von Beginn an vorn und spielten die Partie dann auch sauber zu Ende.
(Quelle: Echo-Münster / Lutz Hackmann)