Tagesarchiv für den 12. März 2008

Das Pflänzchen USC wächst

Mittwoch, 12. März 2008

Das zarte Pflänzchen USC – langsam wächst und gedeiht es. Zumindest in heimischer Halle. Denn der 3:0 (25:20, 25;23, 25:17)-Erfolg gegen den TSV Sonthofen im ersten Spiel der Play-downs war der fünfte Heimsieg in Folge für die Volleyballerinnen aus Münster. Nicht ohne Stolz stellte deshalb der Trainer fest: „Im Jahr 2008 sind wir zu Hause noch ungeschlagen. Jetzt fahren wir Gründonnerstag nach Hamburg, um auch dort zu punkten.“ Die 355 Zuschauer nahmen die Äußerung des 40-Jährigen anerkennend zur Kenntnis. Sie verabschiedeten Mannschaft und Trainer mit Applaus in die Kabinen.

Es dauerte einige Zeit, ehe beide Teams ihren Rhythmus gefunden hatten. Anfangs lief es bei wechselnder Führung etwas holprig an. Büring entschloss sich wohl auch deshalb, frühzeitig Wechsel innerhalb seines Mannschaftsgefüges vorzunehmen. Beim Stand von 8:11 kam Doreen Engel für Tasia Ryschkowa, wenig später Lea Hildebrand für Gwendoline Horemans. Diese beiden Wechsel wirkten sich belebend auf das Spiel des USC aus. „In den entscheidenden Phasen waren wir hellwach und hatten mehr zuzulegen als der Gegner“, befand der Coach zurecht. Dieser kleine, aber feine Unterschied kam schon im ersten Satz zur Geltung, den die Unabhängigen nach 24 Minuten mit 25:20 für sich entschieden.

Satz Nummer zwei war lange Zeit ausgeglichen. Der TSV Sonthofen hatte nun seine beste Phase, behauptete bis zum 22:21 eine hauchdünne Führung. Doch wie schon im ersten Satz hatte der USC eine Antwort parat und drehte das Spiel noch. Bei eigener 24:23-Führung brachte Büring Jill Döhnert für Tatjana Zautys. Den anschließenden Schmetterschlag einer Sonthofenerin blockte Lea Hildebrand, so dass der Ball im Feld des Gegners zu Boden fiel. Nach 25 Minuten stand es nach Sätzen 2:0.

Im dritten Abschnitt hatte der USC endgültig Betriebstemperatur erreicht. Sowohl in der Feldabwehr als auch im Block stand die Mannschaft geschlossen und hinterließ darüber hinaus mit einigen gelungenen Angriffsaktionen einen überaus homogenen Eindruck. Und genau das war es, was die Zuschauer und Trainer Büring sehen wollten: „Wir sind über die Außen zu einigen Schnellangriffen gekommen. Teilweise hat das schon sehr gut geklappt“, resümierte der gebürtige Emsländer, der am Ende „rundum zufrieden“ (O-Ton Büring) war. So ließ die Entscheidung denn auch nicht lange auf sich warten. Nach 22 Minuten stand es im dritten Satz 25:17 und damit 3:0, womit der USC seinen fünften Heimsieg in Serie manifestiert hatte.

Auch Andreas Wilhelm, Trainer der Allgäuerinnen, hatte erkannt, was gestern Abend den Unterschied zwischen beiden Mannschaften ausmachte: „Zuletzt hatte uns nur Andrea Berg die Bälle um die Ohren gehauen. Heute war der USC wesentlich schwerer auszurechnen.“

(Quelle: Westfälische Nachrichten)