1-3 nach furiosem Start
Nach dem Tiebreak-Coup am Freitagabend gegen den Meisterschafts-Favoriten Schweriner SC blieb den Volleyballerinnen des USC Münster am Sonntag eine zweite Überraschung verwehrt. Mit 1:3 verlor das Ensemble von Axel Büring beim 1. VC Wiesbaden.
Dem furiosen Start in die Partie mit einem 25:14-Satzgewinn folgten die Set-Verluste mit 18:25, 23:25 und 16:25. „Die Leistung war okay“, resümierte Trainer Büring nach dem letzten Meisterschafts-Rundenspiel der Saison 2007/08, in der die Highlights wie das 3:2 gegen Schwerin sehr rar gesät waren. Nun geht es für die Unabhängigen, die nach Hin- und Rückrunde als Tabellenneunter abschließen, in die Playdowns. Am 11. März ist Schlusslicht TSV Sonthofen zum Auftakt erster Gast im Volleydrom am Berg Fidel, die weiteren Gegner heißen Köpenicker SC und NA Hamburg.
Wiesbaden zu Beginn angespannt
Dass die Münsteranerinnen am Sonntag in Wiesbaden so gut aus den Startlöchern kamen, lag auch ein wenig an den Gastgebern, die nach internen Querelen, die die Demission von Trainer Luis Ferradas vor einigen Tagen nach sich zogen, sichtlich unter Anspannung standen. Münster war in der Lage, über den Aufschlag dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. In die Anfangsformation hatte Büring im Übrigen Zuspielerin Tasia Ryschkowa und Angreiferin Ines Bathen beordert, die sich am Freitag als Wechselspielerinnen Top-Noten verdient hatten.
VCW spielt Vorteile aus
Nach der schnellen Führung der Gäste verließ Wiesbaden aber nicht der Mut. Interims-Trainerin und Ex-Münsteranerin Tanja Hart fand nach dem ersten Seitentausch wohl die richtigen Worte. Der VCW spielte hernach vor allem seine Höhenvorteile in Block und Angriff aus, fand dann auch im Service den Faden wieder. So dauerte es mit dem Satzausgleich kaum länger als der erste Durchgang. Im dritten Abschnitt allerdings standen sich die Teams dann aber durchgängig auf Augenhöhe gegenüber. Wiesbaden war den Tick besser und gewann mit 25:23.
Büring: “Der Knackpunkt”
Das war dann auch wohl der Knackpunkt für uns im Spiel“, analysierte später Axel Büring. Denn im vierten Satz mochte beim USC nicht mehr allzu viel zusammenlaufen. Auch Bürings Wechsel halfen dem Team nicht, der VCW, der sich mit diesem 3:1 in die Meisterrunde rettet, machte den Sack humorlos zu.
„Wir haben jetzt noch sechs Spiele, deshalb halte ich es für eine Saisonbilanz noch etwas zu früh“, so Büring unmittelbar nach Spielende. „Natürlich sind wir mit der Saison und Platz neun nicht zufrieden. Aber seit Mitte Dezember sehen wir ja auch einen deutlichen Aufwärtstrend“, fasste der 40-Jährige zusammen. „Die Playdowns müssen wir bereits als Vorbereitung auf die nächste Serie sehen. Wir wollen versuchen, noch ein paar Siege fürs Image folgen zu lassen.“
(Quelle: Echo-Münster / Lutz Hackmann)