USC in Köpenick chancenlos
Montag, 24. März 2008Der Köpenicker SC war den Volleyballerinnen des USC Münster am Ostersonntag eine Nummer zu groß: Nach einer schwachen Leistung und nur 67 Spielminuten konnten die Unabhängigen mit einem 0:3 die Heimreise antreten.
Zumindest am Sonntag verfielen die Akteurinnen von Trainer Axel Büring wieder in ein Formtief, das längst überwunden geglaubt war. Vor allem die Eigenfehlerquote beim USC war erschreckend hoch. Und sie zog sich durch alle Positionen. Und so stand am Ende eine 19:25, 21:25 und 20:25, das für Alberto Salomonis Berlinerinnen in der Höhe auch vollkommen gerechtfertigt war.
Mängel in allen Bereichen
„Es hat in der Annahme angefangen, dann haben wir viel zu durchsichtig agiert und hatten auf den Außen kein Durchsetzungsvermögen“, zog Büring unmittelbar nach dem Match eine ernüchternde Bilanz. Zu Spielbeginn hatte der Coach Zuspielerin Doreen Engel, Anika Brinkmann, Johanna Barg und Tatjana Zautys im Angriff, sowie die Blockerinnen Lea Hildebrand und Andrea Berg aufs Parkett geschickt.
Diese Sechs hielt im ersten Durchgang nur einen halben Satz lang mit, dann setzte sich der KSC ab. Der kleine Zwischenspurt der Westfälinnen, die nochmal auf 16:17 rankamen, entpuppte sich als Strohfeuer, ungefährdet fuhren die Köpenickerinnen um Angreiferin Ilona Farkowska die Satzführung ein. Im zweiten Satz erging es den Münsteranerinnen ganz ähnlich, die 12:9-Führung war nur eine Momentaufnahme, durch die sich die Hauptstädterinnen nicht aus der Ruhe bringen ließen. Im Gegenteil: Der KSC zog einen Hauch an und ließ Münster dann deutlich hinter sich.
“Viel trainieren!”
Büring zog alle Register, stellte Blockerin und Kapitänin Andrea Berg gar in den Außenangriff. „Aber auch das hat nicht geklappt“, musste der 40-Jährige kurz darauf bekennen. So waren es am Ende gerade einmal 20 Ballpunkte, die der USC beim in der Playdownrunde nur einen Platz besser platzierten KSC auf ihr Konto brachten.
Von der Vorstellung seiner Mannschaft spürbar vergrätzt, strich Büring kurzerhand den eigentlich trainingsfreien Ostermontag. Die Bezeichnung „Straftraining“ wollte der Coach nicht verwenden, doch seine Erklärung war viel sagend: „Wir haben eine Menge Fehler gemacht. Und Fehler kann man nur abstellen, wenn man viel trainiert.“
(Quelle: Echo-Münster / Lutz Hackmann)