Archiv für Februar 2008

Büring: Niemand ist verängstigt

Donnerstag, 28. Februar 2008

Wie bescheiden auch immer die Bundesliga-Saison für den USC Münster bisher gelaufen ist – die Spielplan-Choreographie hält für das hiesige Volleyball-Publikum doch noch einen Leckerbissen zum letzten Heimspiel der Normalrunde bereit.

Am Freitagabend (19.30 Uhr) kommt nämlich mit dem Schweriner SC einer der drei Meisterschaftsfavoriten an den Berg Fidel. Nach seinem überragenden 3:0 zuletzt gegen den dadurch entthronten Spitzenreiter Rote Raben Vilsbiburg, gelten die Mecklenburgerinnen sogar als Topfavorit. Es wird für längere Zeit der letzte Auftritt einer deutschen Spitzenmannschaft in Münster sein, denn der USC selbst wird nach Ende der sogenannten Meisterschaftsrunde in die Playdowns gehen und mit den drei weiteren Leidensgenossen, die es nicht in die Endrunde geschafft haben, die Plätze sieben bis zehn ausspielen. Nicht wenige sagen, dass es hier nur noch um die Goldene Ananas geht.

Chance, sich zu rehabilitieren

Auch USC-Trainer Axel Büring freut sich auf den Tabellenführer und amtierenden Pokalsieger. Schließlich bietet sich der Mannschaft die Gelegenheit, sich für die schwache Leistung vom letzten Samstagabend, als der USC beim 0:3 in Dresden derbe unter die Räder kam, zu rehabilitieren. Einfach zu zeigen, dass man gegen die deutsche Spitze an einem guten Tag auch mithalten kann. Wie es zum Jahresausklang bei der Tiebreak-Niederlage gegen die Roten Raben schon geschehen ist.

Gefahr besteht

Diese Chance also hat das Büring-Ensemble, gleichermaßen droht natürlich auch die Gefahr, dass es wieder ein ernüchternder Abend ist. Denn die vom Norweger Tore Aleksandersen trainierten Schwerinerinnen sind ist sensationell guter Verfassung. Mehrere Male hat sich Büring das Video vom 3:0 des SSC über die schwer gefledderten Raben angeschaut, in dem die Gäste in keinem Satz die 20-Punkte-Marke erreichten. „Das war ein sehr beeindruckendes Ergebnis nach einem sehr beeindruckendem Match. Auch in der Höhe war das absolut verdient. Schwerin hat wie aus einem Guss gespielt“, lobt Büring.
Die Umbauarbeiten von Aleksandersen haben nach Bürings Ansicht voll eingeschlagen. Die Hereinnahme der 18-jährigen Denise Hanke in die Regiezentrale, die Rückkehr der zuvor diagonal eingesetzten Patti Thormann auf ihre angestammte Position im Block neben Cathrin Schlüter. Mit der 1,98-Riesin Tina Gollan und der weißrussischen Routinesse Angela Kriwarot „haben die dann auf Außen zwei Totmacher“, formuliert es Büring.

Geballte Qualität

Hält es der USC-Coach angesichts dieser geballten Qualität beim SSC für sinnvoll, seinem mental in dieser Saison nicht gerade stabilem Ensemble das oben genannte Video vorzuspielen? „Natürlich werde ich den Mädels das zeigen. Wir müssen uns schließlich auf die Schweriner Spielweise einstellen“, gibt der 40-Jährige zu bedenken. Verängstigt, antwortet Büring auf die entsprechende Frage, sei niemand im USC-Kader. In der Formulierung des Vorhabens für Freitag ist Büring allerdings etwas vorsichtiger geworden: Er sagt nicht mehr, dass sich sein Team nicht verstecken wird, wie vorm Dresden-Spiel. Diesmal ist die Diktion anders: „Wir haben das Ziel, uns nicht zu verstecken.“ Die Enttäuschung über die Teamleistung letzten Samstag ist noch nicht ganz weggewischt. Indes sagt der Amelsbürener: „Ich habe im Training eine Reaktion auf das 0:3 gespürt. Und ich weiß, dass alle willens sind, am Freitag eine ganz andere Vorstellung abzuliefern.“

Die „harte Nummer“ Schwerin kann Axel Büring mit allen Kaderspielerinnen angehen. Bis auf die üblichen Wehwehchen sind in der Trainingswoche keine Blessuren aufgetreten.

(Quelle: Echo-Münster / Lutz Hackmann)

USC geht an der Elbe ein

Dienstag, 26. Februar 2008

Ausgezogen waren sie von Münster aus Richtung Dresden, um den Meister und Titel-Mitfavoriten DSC zumindest ein wenig zu ärgern. Das ist deutlich daneben gegangen. Mit 0:3 unterlagen die USC-Bundesliga-Volleyballerinnen am Samstagabend.

„Eine Klatsche“, entfuhr es unmittelbar nach dem erschreckend deutlichen 13:25, 9:25, 19:25 USC-Coach Axel Büring. So blieben die Erklärungen für die Niederlage bei einem Ballpunktschnitt von nicht mal 14 pro Set, so kurz wie umfassend. „Nicht eine meiner Spielerinnen hat Normalform erreicht. Dresden war in allen Belangen die überlegene Mannschaft. Ein Klassenunterschied“, ärgerte sich der 40-Jährige Münsteraner.

Dresden beflügelt

Ein, zwei Sätze mitnehmen, sich gut verkaufen - das war die Mindestvorgabe, die sich Trainer und Spielerinnen für den Auftritt beim frisch gebackenen Europapokal-Halbfinalisten von der Elbe gesetzt hatten. Büring schickte wie in den letzten (gewonnenen) Spielen gegen Leverkusen und Berlin die Startsechs Doreen Engel, Andrea Berg, Gwen Horemans, Tatjana Zautys, Anika Brinkmann und Johanna Barg aufs Feld. Doch es lief nicht viel zusammen, zu stark für den USC trumpften die durch den internationalen Erfolg vom Mittwoch beflügelten Dresdnerinnen auf.

Nach kaum 20 Minuten war Satz eins auch wieder zu Ende, 25:13 für Arnd Ludwigs DSC. Im zweiten Durchgang allerdings sollte es noch schlimmer für die Gäste kommen: In schon mathematischer Regelmäßigkeit machte Dresden drei von vier Ballpunkten, von 6:2 über 18:6 bis zum 24:8. Zwei Punkte später stand es 2:0 nach Sätzen.

Zarte Gegenwehr

Ludwig nahm im dritten Satz mit Blockerin Corina Ssuschke und Heike Beier seine beiden Besten raus, nun lief es bei den Unabhängigen, bei denen Büring mit vielen Wechseln alles versucht hatte, etwas besser. Doch nach 13:9-Führung riss der Faden wieder. Bei 24:16 hatte der neue Tabellenzweite aus Dresden den ersten Satzball, nach etwas mehr als einer Stunde Netto-Spielzeit war die Partie beendet.

Büring suchte kurz darauf nach Worten. Eine Woche lang hatte er sein Ensemble auf das Match vorbereitet, das kaum Vorgaben umsetzte. „Ich hatte in der Tat gehofft, dass wir uns hier anders präsentieren. Aber das, was das Team im Training gezeigt hat, hat es hier in Dresden nicht annähernd erreicht“, schloss der Trainer sauer. Am kommenden Freitag (19.30 Uhr, Berg Fidel) wäre gegen Spitzenreiter Schwerin ein guter Zeitpunkt für eine Trotzreaktion.

(Quelle: Echo-Münster/Lutz Hackmann)

Auszeit in drei Sätzen

Montag, 25. Februar 2008

Ob er den Matchball herbeigesehnt hatte, verriet er nicht. Muss er aber, sehnsüchtig. Denn an einer zuvor durchlebten 65-minütigen Leidenszeit ließ Axel Büring keine Zweifel. „Das Ergebnis spricht für sich und Bände. Es war ein Klassenunterschied. Dabei hat mein Team wirklich eine geschlossene Mannschaftsleistung abgeliefert. Leider im negativen Sinn“, machte der USC-Coach gar nicht erst den Versuch, positive Ansätze im Bundesliga-Auftritt seiner Volleyballerinnen zu finden. Beim 0:3 (13:25, 9:25, 19:25) als Gast des Dresdner SC war es auch einfach nicht möglich.

Immerhin stufte Büring den dritten Spielabschnitt unter „akzeptabel“ ein. Beim zwischenzeitlichen 14:14 begegneten die USC-Spielerinnen dem gastgebenden Tabellenzweiten vor 2008 Besuchern auf Augenhöhe. Es war aber nur eine Momentaufnahme. Dass die DSC-Frauen, beflügelt durch den jüngsten Sieg im Europapokal, in diesem dritten Satz ein wenig Druck und Tempo aus dem Spiel und die zweite Reihe in die Partie nahmen, interessierte den Verantwortlichen auf der Bank der Unabhängigen nicht. „Ich beurteile nur unsere Leistung. Und mit der kann ich nicht zufrieden sein. Es gab nicht einen Lichtblick“, setzte Büring noch einmal nach. Ausreden gab es auch keine. Eben so wenig wie personelle Probleme.

Zudem hatte der Liga-Drittletzte die Reise nach Sachsen durchaus mit Zuversicht angetreten. Und das nicht nur ob des 3:0-Sieges vom Vorsonntag gegen den VCO Berlin. „Wir waren zuletzt auf dem aufsteigenden Ast. Auch die Trainingsleistungen unter Woche waren in Ordnung. Was aber herausgekommen ist, bleibt für mich unerklärlich. Nicht eine Spielerin hat ihre Normalform erreicht“, machte sich der Coach nach der kollektiven Auszeit über drei Sätze an die Ursachenforschung. Ob es der Aufschlag oder die Annahme, die Variabilität im Angriffsspiel oder die Block- sowie Feldabwehr waren – Aktionen von Qualität gingen vom DSC aus.

„Wir sind sehr konzentriert in diese Partie gegangen und konnten in den ersten beiden Sätzen nahezu fehlerfrei spielen“, war der Gemütszustand bei DSC-Trainer Arnd Ludwig verständlicherweise ein ganz anderer als der seines Kollegen.

Einfach zur Tagesordnung übergehen will Axel Büring dennoch nicht. „So kann ich keinen Haken hinter die knappe Stunde machen“, ließ er Reaktionen durchblicken. Wie die in der bevorstehenden Trainingswoche ausfallen werden, sagte er nicht. Wichtig ist allerdings, dass die Maßnahmen greifen. Schließlich wartet mit dem Schweriner SC am Freitag ein erneuter Qualitätsanspruch. „Da können die Spielerinnen zeigen, dass sie mehr können. Weit mehr, als sie in Dresden gezeigt haben“, sehnt Axel Büring die Chance der Wiedergutmachung herbei.

(Quelle: Westfälische Nachrichten)

Klare Niederlage in Dresden

Sonntag, 24. Februar 2008

Der Dresdner SC hat sich nach dem Einzug ins Europacup-Final-Four auch in der Volleyball-Bundesliga der Frauen in guter Verfassung präsentiert.

Drei Tage nach dem internationalen Erfolg bezwangen die Sachsen am Samstag vor rund 2000 Zuschauern in eigener Halle den USC Münster mit 3:0 (25:13, 25:9, 25:19). „Wir sind sehr konzentriert in diese Partie gegangen und konnten in den ersten beiden Sätzen nahezu fehlerfrei spielen. Ich bin froh, dass die Mannschaft die Leistung vom Europapokalspiel wiederholen konnte“, sagte Trainer Arnd Ludwig.

In den ersten beiden Sätzen hatte der Tabellenneunte aus Münster nicht den Hauch einer Chance. Die Dresdnerinnen agierten mit druckvollen Aufgaben, einem variablen Angriffsspiel und einer sicheren Block- und Feldabwehr. Erst im dritten Durchgang, als Ludwig seiner zweiten Reihe mehr Einsatzchancen gab, hielt der Gast besser mit, ging sogar mit 13:9 in Führung. Doch die Dresdnerinnen ließen sich nicht verunsichern, sondern drehten den Spieß wieder um. Nach nur 65 Minuten verwandelten die Elbestädterinnen den vierten Matchball zum Sieg.

(Quelle: Sächsiche Zeitung - dpa)

USC „schon ein bisserl gefährlich“

Freitag, 22. Februar 2008

Derzeit ruhen die Augen im deutschen Volleyball auf dem Dresdner SC – zumindest im Frauenbereich. Denn mit der am Mittwoch geschafften Qualifikation zur Final-Four-Runde im CEV-Challenge-Cup hat das Team von Trainer Arnd Ludwig schon für eine Überraschung gesorgt.

Am Samstagabend (18 Uhr) ist für die Elb-Florenzer aber wieder business as usual angesagt – der Alltag hat den amtierenden Meister wieder. Zu Gast in der Halle an der Bodenbacher Straße ist diesmal nicht HC Las Palmas, sondern der USC Münster. Dass der frisch gebackene Europapokal-Halbfinalist auf Grund seines jüngsten Erfolges nun gegen die Westfälinnen mit gebremstem Schaum aufs Parkett gehen wird, glauben allerdings weder Arnd „Lupo“ Ludwig, noch sein ehemaliger Zimmergefährte in der Jugend-Nationalmannschaft, USC-Coach Axel Büring.

“Das wäre etwas armselig!”

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für uns irgendeinen Vorteil bringt, dass Dresden am Mittwoch gegen die Spanierinnen gespielt hat. Auch wenn es sechs Sätze waren“, sagt Büring, der dazu die Stirn in Falten legt: „Also wenn unser einziges Rezept für Samstag die Hoffnung wäre, dass die jetzt vielleicht leichter zu spielen sind, wäre das etwas armselig“, findet der 40-Jährige, der eher der Ansicht ist, dass vielmehr Dresden Selbstbewusstsein gewonnen habe. Auch Ludwig bestätigt, dass der USC von ihm und seinen Volleyballerinnen ernst genommen wird. „Es ist sehr wichtig, dass wir trotz des Rückenwindes durch den Europapokal die Spannung aufrecht erhalten. Der USC ist für uns schon ein bisserl gefährlich. Wir brauchen 100 Prozent Konzentration!“, fordert der gebürtige Schwabe. Einer ausgedehnten Feier nach dem Erreichen des CC-Halbfinals habe er „einen Riegel vorgeschoben!“

Zünglein an der Waage?

Rückenwind – den hat auch der USC bekommen nach drei Siegen aus den letzten vier Bundesliga-Begegnungen. Das Ziel für Büring, Kapitänin Andrea Berg und Co. ist klar definiert: „Jetzt wollen wir auch gegen eine Spitzenmannschaft zeigen, dass wir mithalten können. Natürlich muss bei uns dafür alles passen. Aber wir ziehen sehr viel Motivation daraus, im Meisterschaftskampf möglicherweise das Zünglein an der Waage werden zu können“, so der USC-Trainer angesichts des Restprogramms mit DSC, dem Schweriner SC und dem VC Wiesbaden.

Wie ernst die Unabhängigen die Partie nehmen, die für den Tabellenneunten mehr Zuschauern beim Meisterschafts-Mitfavoriten auf dem Papier ungewinnbar ausschaut, sieht man daran, dass sich der USC-Tross schon am Freitagmittag auf die 560 Kilometer lange Reise machte. Am Samstagmorgen steht noch einmal ein Training in der Spielhalle an. In den Bus gestiegen sind im Übrigen alle Kaderspielerinnen, auch wenn erneut einige Akteurinnen die Woche über in den Übungseinheiten etwas kürzer treten mussten. „Am Samstag aber rechne ich damit, dass alle uneingeschränkt einsatzbereit sind“, legt Büring dar.

DSC ohne Swietonska

Beim Meister von der Elbe dagegen wird Stamm-Zuspielerin Anja Swietonska fehlen. Die Polin hat sich im rechten Ringfinger eine Sehne gerissen und wird erst in der nächsten Woche wieder ins Training einsteigen. Ihre Vertreterin Mareen Apitz allerdings führte den DSC zum Sieg gegen Las Palmas. „Dresden ist eben auf allen Positionen doppelt gut besetzt“, analysiert Büring. Besondere Kniffe gegen den augenblicklichen Tabellendritten kündigt der Amelsbürener nicht an. „Wir werden gegen den DSC nicht das Spiel neu erfinden – es aber auch nicht müssen.“ Wichtig seien die Basiselemente und der Aufschlag. „Und vielleicht können wir dann ein, zwei Sätze holen – oder sogar noch mehr.“

(Quelle: Echo-Münster/Lutz Hackmann)

Kurz und schmerzlos

Montag, 18. Februar 2008

Kurz und schmerzlos machte es der USC im Heimspiel der Volleyball-Bundesliga gegen den VC Olympia Berlin. Mit 3:0 (25:16, 25:22, 25:16) gewannen die Schützlinge von Axel Büring, womit der heimische Vertreter im Jahr 2008 zu Hause ungeschlagen bleibt. Es war zwar nicht alles Gold, was glänzte. Dennoch war der Aufwärtstrend, der sich bereits in den vergangenen Spielen abzeichnete, auch gestern Nachmittag in der Halle Berg Fidel unverkennbar. 67 Minuten benötigte der USC, um den Gegner vor 906 am Ende zufriedenen Zuschauern deutlich zu bezwingen. Mit starken und präzisen Aufschlägen setzten die Unabhängigen den Gast aus Berlin von der ersten Minute unter Druck. Da sich das Team auch in der Ballannahme von seiner besseren Seite zeigte, war das klare Endergebnis letztlich das Produkt dieser technischen Überlegenheit.

Der USC hatte rasch seinen Rhythmus gefunden. Er führte mit 5:1 und zog beim Zwischenstand von 6:5 auf 10:5 davon. Überzeugend waren die Angaben von Annika Brinkmann. Sie fand die Nahtstellen im gegnerischen Block sorgte dafür, dass das junge Team aus Berlin kaum einmal die Möglichkeit hatte, sein Spiel aufzuziehen. Da der USC auch in der Feldverteidigung sehr effektiv agierte, brannte nichts an, so dass es nach 21 Minuten 25:16 stand.

Im zweiten Satz wirkten die Berlinerinnen etwas konzentrierter und zielstrebiger, so dass dieser Spielabschnitt ausgeglichener war. Der USC hatte einige Male Schwierigkeiten, Schmetterbälle anzubringen, weil sich das Team aus Berlin wirkungsvoll blockte. Doch nach 24 Minuten hatten die Unabhängigen das bessere Ende für sich. Es hieß 25:22, womit das Büring-Team dem dritten Heimsieg einen großen Schritt näher gekommen war.

Den Sieg vor Augen, ließ sich der USC im dritten Satz nicht mehr aus der Bahn werfen. Er setzte sich von 6:4 auf 14:4 ab. Konsequent machte er den Sack zu und verwertetet nach 22 Minuten den ersten Spielball zum 25:16. „Wir haben Berlin mit unserem konstanten Aufschlagspiel von Beginn an unter Druck gesetzt. Darüber hinaus ist es uns gelungen, etliche Bälle im Block zu entschärfen. Das war letztlich ausschlaggebend“, lautete das Resümee von Trainer Axel Büring. Auch er erkannte in den vergangenen Wochen, dass sich das konstante Training auszahlt: „Die Spiele werden besser. Wir haben heute in souveräner Manier gewonnen. Das kann ich gut vertragen“, brachte der 40-Jährige die Dinge auf den Punkt.

Zum Abschluss der Normalrunde treffen die Unabhängigen mit dem Dresdner SC, dem Schweriner SC und RR Vilsbiburg auf drei Teams, die in die Play-Off-Runde einziehen werden. „In diesen Vergleichen werden wir sehen, wie groß unser Abstand zu den Spitzenteams ist“, lässt Büring anklingen, wohin er mittelfristig mit dem USC wieder möchte.

(Quelle: Westfälische Nachrichten)

3:0 – USC lässt keine Zweifel aufkommen

Sonntag, 17. Februar 2008

Die Volleyballerinnen des USC Münster bleiben 2008 am Berg Fidel ungeschlagen. Nach den Siegen gegen Sonthofen und Leverkusen gewann das Team von Trainer Axel Büring am Sonntagnachmittag sein Bundesliga-Spiel gegen den VC Olympia Berlin mit 3:0 (25:16, 25:22, 25:16).

906 Zuschauer in der Halle am Berg Fidel sahen einen USC, der den beim VCO zusammengezogenen Juniorinnen-Nationalspielerinnen der Jahrgänge 1990/91 in allen Belangen überlegen war. Mit dem zweiten 3:0-Heimsieg hintereinander festigen die Münsteranerinnen den neunten Tabellenplatz. „Daran könnte ich mich gewöhnen“, flachste Büring nach der nur 63-minütigen Begegnung gegen den Tabellennachbarn aus der Bundeshauptstadt.

VCO spürbar geschlaucht

Doch auch wenn den Youngsters von Juniorinnen-Bundestrainer Jens Tietböhl die sechsstündige Busreise vom Sonntagmorgen noch spürbar in den Knochen zu stecken schien – Münster bestätigte auch gegen den VCO die aufsteigende Formkurve. Was nicht allein am Ergebnis fest zu machen ist. In den letzten Wochen ist deutlich mehr Sicherheit in die Aktionen der Unabhängigen gekommen. Das zeigten sie nun auch gegen Olympia, wo lediglich im zweiten Satz über eine gewisse Phase die Souveränität verloren ging – doch nicht wie schon oft in der Saison der Set, oder gar das Match.

USC kommt über den Aufschlag

Getreu dem bekannten alten englischen Sprichwort ließ Axel Büring auch gegen Berlin die Sechs auflaufen, die zuletzt Bayer Leverkusen beim 3:0 so gut im Griff hatte. Also Doreen Engel in der Schaltzentrale, Andrea Berg und Gwen Horemans im Block, dazu die Angreiferinnen Tatjana Zautys, Anika Brinkmann und Johanna Barg. Der USC machte sofort die ersten drei Ballpunkte des Spiels und der Satz nahm seinen Lauf. Die dickste Säule des Erfolges war das Aufschlagspiel. Die Unabhängigen erkannten schnell die Schwachstelle in der VCO-Abwehr (ausgerechnet die Libera, Frauke Formazin) und deckten die 17-Jährige mit genauen und harten Aufschlägen ein. So waren die Berlinerinnen nur selten in der Lage, über die hoch veranlagte Zuspielerin und Borkenerin Lena Möllers ihr Spiel aufzuziehen.

Hier und da blieb der USC mal im Berliner Block hängen, die Abwehrarbeit der Münsteranerinnen selbst war im Übrigen auch eine sichtbare Verbesserung im Vergleich zu den beiden ersten Saisondritteln. Über die stabile und genaue Annahme von Lisa Thomsen fanden die Gastgeberinnen ins Match. Meist ohne großartig zu glänzen, hin und wieder aber doch mit Spielzügen, die das eigentliche Potenzial des Büring-Ensembles aufzeigte.

Ausnahme zweiter Satz

Eine Ausnahme bildete der zweite Satz, in dem zu den im Vergleich überdurchschnittlich vielen Aufschlagfehlern eine Art Sicherheitsdenken den USC hemmte. Bei 6:9 musste Büring gar eine Auszeit nehmen, dennoch hatte auch das Publikum am Berg Fidel nie das Gefühl, dass der Satz verloren gehen könnte. Zu deutlich war am Samstag der Unterschied zwischen den Kontrahenten. Nach 18:18 taten die Münsteranerinnen dann den entscheidenden Schritt und setzten sich ab. Mittlerweile waren Lea Hildebrand (für Horemans) und Ines Bathen (für Barg), als 17-Jährige selbst Kandidatin für Tietböhls DVV-Juniorinnen, auf dem Feld. Beide belebten das USC-Spiel, Bathen sah man an, dass es ihr Spaß machte, gegen die potenziellen Teamkolleginnen aufzutreten.

Bathen und Hildebrand blieben auch nach dem letzten Seitenwechsel auf dem Feld. Mit dem Satzgewinn hatte der USC den Youngsters längst den Zahn gezogen und spazierte in Richtung vierter Saisonsieg. Nach einer Serie von 8:0 Ballpunkten – an der Aufschlaglinie stand im Übrigen Ines Bathen – war die Messe gelesen, Münster führte 14:4.

Noch war es nicht überragend, was der USC gegen die Berlinerinnen, die nicht ihren besten Tag erwischt hatten, zeigte. Dass das Formbarometer allerdings weiter leicht nach oben zeigt, daran besteht kein Zweifel. In Dresden, gegen Schwerin und in Wiesbaden müssen Büring und Co. nun daran arbeiten, dass das auch so bleibt.

(Quelle: Echo-Münster/Lutz Hackmann)

Büring tritt auf die Bremse

Samstag, 16. Februar 2008

Wie schnell sich die Erwartungshaltung doch ändert. Hätte der USC Münster vor einer Woche nicht Leverkusen geschlagen, hieße es vor dem morgigen Spiel gegen VC Olympia Berlin wohl: endlich mal wieder die Chance zu gewinnen. Nun aber, nach dem 3:0-Befreiungsschlag gegen Bayer, sehen viele diese Partie schon wieder als reine Pflichtaufgabe.

Eine Einstellung, die Münsters Trainer Axel Büring absolut nicht teilen mag. Nur zu gut erinnert er sich an das Hinspiel, das seine Mannschaft knapp und mit großer Mühe 3:1 gewann - es war der erste USC-Sieg in dieser Saison. “Berlin ist seitdem besser geworden”, versichert Büring, schiebt aber gleich hinterher, dass sich auch sein Team seit dem ersten Aufeinandertreffen im Oktober gesteigert habe.

Somit bleibt’s dabei: Der USC ist am Sonntag (14.30 Uhr, Volleydome) gegen die Juniorinnen-Nationalmannschaft Favorit - in dieser Saison für Münster eine eher ungewohnte Rolle. Und um dieser gerecht werden zu können, ist laut Axel Büring “variables Spiel aus einer guten Annahme heraus” nötig.

Denn die U19-Auswahl von Nachwuchs-Nationaltrainer Jens Tietböhl verfügt über enorme Reichweite und stellt damit natürlich einen starken Block. Gleich vier Spielerinnen im VCO-Aufgebot sind 1,90 Meter oder größer. Neben den beiden Libera-Kandidatinnen ist allein Chantal Laboureur kleiner als 1,80 Meter - und das auch nur um einen Zentimeter. Für Jens Tietböhl ist die Körperlänge ein wichtiges Kriterium, um für die deutsche Juniorinnen-Auswahl in Frage zu kommen. Und das ist auch der Grund, warum Münsters Ines Bathen mit ihren 171 Zentimetern für ihn durchs Sieb fällt. Am Sonntag hat die 17-Jährige die Möglichkeit, die passende Antwort darauf zu geben, nachdem sie gegen Leverkusen wegen des Einsatzes beim Bundespokal noch gefehlt hatte.

Personelle Umstellungen wird Axel Büring allerdings wohl nur dann vornehmen, wenn er dazu gezwungen ist. Zu überzeugend war die Vorstellung vor einer Woche, die im USC-Lager “selbstverständlich Freude, aber keine Euphorie” (Büring) ausgelöst hat. “Wir haben uns nach dem Sieg eher mit alltäglichen Sorgen beschäftigt”, sagt der Trainer und bezieht sich damit auf kleinere Wehwehchen bei einigen seiner Spielerinnen. Kapitän Andrea Berg plagte sich mit einer Oberschenkelzerrung. Jil Döhnert, die im Hinspiel gegen VCO mit einer Aufschlagserie zur Matchwinnerin avancierte, und Libera Lisa Thomsen mussten eine Grippe bedingte Pause einlegen. Während Lisa Thomsen gestern wieder trainierte, ist Jil Döhnerts Einsatz am Sonntag ernsthaft gefährdet.

(Quelle: Münstersche Zeitung)

USC-Formkurve zeigt nach oben

Sonntag, 10. Februar 2008

Die Formkurve der Bundesliga-Volleyballerinnen des USC Münster zeigt eindeutig nach oben. Am Freitagabend feierte das Ensemble von Trainer Axel Büring im West-Derby gegen Bayer 04 Leverkusen den ersten Dreisatzerfolg der laufenden Serie.

Im Volleydrom am Berg Fidel machten die Münsteranerinnen dabei kurzen Prozess. Lediglich 71 Minuten brauchte der Tabellenneunte gegen die favorisierten Rheinländerinnen, um vor 1100 Zuschauern das 25:18, 25:19 und 25:22 unter Dach und Fach zu bringen. Für die Unabhängigen ist es der zweite Heimerfolg in Serie. Der USC war dem Gast, der sich noch für die Meisterrunde qualifizieren kann, in allen Belangen überlegen und zeigte die wohl beste Saisonleistung.

Sicherheit kehrt zurück

Büring freute am dritten Erfolg in der laufenden Saison „am meisten das Ergebnis. 3:0 – das hatten wir ja leider noch nicht!“ Der 40-Jährige dürfte allerdings auch mit dem Auftreten seiner Spielerinnen am Freitagabend über die weitesten Strecken absolut zufrieden gewesen sein. Was auch der Fakt belegt, dass Büring seine Startformation in den ganzen drei Sätzen lediglich für einen einzigen Ballpunkt veränderte, als er Jil Döhnert für Tatjana Zautys zum Service schickte.

Sicherlich hatten Dirk Sauermanns Leverkusenerinnen auch ganz gewiss nicht ihren besten Tag erwischt. Doch die Unsicherheit – ansonsten in dieser Saison ständiger Begleiter der Unabhängigen – kam am Freitag lediglich im dritten Satz kurz auf. Den Rest der Zeit hatte der USC seinen West-Rivalen sicher im Griff und legte beinahe vergessene Qualitäten an den Tag.

Stark im Aufschlag

Beispielsweise im Bereich Aufschlag/Annahme. Ausgesprochen sicher und mit guter Wirkung schlugen die Unabhängigen auf, wuchtig wie taktisch, wenngleich Bayers Ersatzlibera Kaleena Miller, eine etatmäßige Außenangreiferin, auch erheblich wackelte. In der eigenen Annahme standen die Westfälinnen – meist in Person der Libera und Ex-Leverkusenerin Lisa Thomsen – sicher, sodass Zuspielerin Doreen Engel kaum einmal in Bedrängnis kam und nach Belieben verteilen konnte. Abnehmerinnen waren eigentlich alle Spielerinnen, im Block Kapitänin Andrea Berg, die auch über Außen einige Bälle versenkte, wie auch Gwen Horemans, die ihr bestes Match im USC-Dress zeigte und fleißig Punkte sammelte. Über die Außen kamen Anika Brinkmann, Johanna Barg und mit leisen Abstrichen auch Zautys gut durch.

Setzten sich die Gastgeberinnen im ersten Durchgang erst nach der zweiten Technischen Auszeit klar ab, hatten sie im zweiten Set bereits nach 21 Ballpunkten klar mit 12:9 die Nase vorn und ließen auch mit ihrer Körpersprache keinen Zweifel aufkommen, wer Herr im Haus war. Selbst das Glück schien bei einigen Bällen wieder zurück gekommen zu sein. Trainer, Team und Fans konnten dann auch gut damit leben, dass sich das Niveau in manchen, wenn auch kürzeren Phasen unter dem Bundesligaschnitt bewegte.

Kurz gewackelt - und gefangen

Auch im dritten Abschnitt hatte Bayer um die Ex-Nationalzuspielerin Julia Schlecht und die hoch talentierten ehemaligen Juniorinnen-Internationalen Karla Borger und Maren Brinker dem USC nicht viel entgegen zu setzen. Bei 13:9 allerdings sah es kurz so aus, als solle Münster wieder in alte Schemata verfallen. Bayer glich aus und blieb den Gastgeberinnen bis zum 17:16 auf den Fersen. Dann aber hatte sich der USC über den Kampf wieder gefangen, und vor allem Jojo Barg kam immer wieder zum erfolgreichen Abschluss – wie beim zweiten Matchball, den die ehemalige Hamburgerin zum hoch verdienten 3:0-Endstand aufs Leverkusener Parkett pfefferte. Das Selbstvertrauen bei Münsters Volleyballerinnen, es scheint langsam aber sicher zurückzukehren.

(Quelle: Echo Münster/Lutz Hackmann)

Leverkusen hilft kräftig mit

Samstag, 09. Februar 2008

Es hat in der Vergangenheit in der Sporthalle Berg Fidel schon viele hochklassige und super-spannende Volleyballspiele gegeben. Auch zwischen dem USC Münster und Bayer Leverkusen. Das, was die knapp 900 Zuschauer Am Freitag Abend im Duell beider Teams zu sehen bekamen, war dagegen nur biedere Hausmannkost. Immerhin (und vor allem schön für Münster): Nach 72 Minuten reiner Spielzeit feierte das Team von Axel Büring den dritten Saisonsieg. 3:0 (25:18, 25:19, 25:22) hieß es am Ende einer Partie, die geprägt war von vielen Fehlern. Entsprechend gedämpft fiel denn auch der Jubel von Büring aus. „Natürlich freuen wir uns alle über den Sieg. Ob der Knoten tatsächlich mit dem heutigen Spiel geplatzt ist, das wird jedoch erst die Zukunft zeigen. Immerhin hat uns Leverkusen in einigen Situationen auch ganz schön geholfen.“ Womit der USC-Coach die Sache kurz und bündig (aber auch durchaus prägnant) auf den Punkt brachte. Das, was Leverkusen gestern Abend zeigte, war eines Teams, das Ambitionen auf das Erreichen der Meisterrunde hegt, in vielen Phasen nicht würdig. Die Mannschaft wirkte verunsichert, spielte ohne Biss und produzierte teilweise haarsträubende Fehler. Trainer Dirk Sauermann machte seinem Namen denn auch alle Ehre, stampfte wütend (und sauer) am Spielfeldrand entlang, gestikulierte und schimpfte. Doch es half alles nichts – seine Mannschaft wurde einfach nicht richtig wach. „Die Spielpause während der Olympia-Qualifikation hat meinem Team nicht gut getan. Andere haben die Zeit genutzt, um sich zu verbessern, wir dagegen haben unseren Rhythmus verloren und bis heute nicht wiedergefunden“, analysierte er das Spielgeschehen. Und haderte nebenbei auch noch mit den Unparteiischen: „In entscheidenden Situationen haben sie uns einige Male krass benachteiligt.“ Entscheidend sei das freilich nicht gewesen: „Diese Niederlage haben wir uns schon selbst zuzuschreiben.“ Dabei hatte es zunächst gar nicht schlecht für den Gast ausgesehen. Bis zur zweiten technischen Auszeit (16:14 für Münster) hielt Leverkusen die Partie im ersten Satz offen. Dann aber gab es plötzlich einen Bruch im Spiel des Sauermann-Teams. Der USC nutzte die Gunst der Stunde, bekam Oberwasser und machte den „Sack“ schließlich mit 25:18 zu. Im zweiten Satz führte Leverkusen bei der ersten technischen Auszeit mit 8:6. Was danach passierte, ist nur schwer zu erklären. Der Gast bekam jedenfalls kaum noch ein Bein auf die Erde, der USC dagegen wurde sicherer, was vor allem an Lisa Thomsen und Andrea Berg lag. Aber auch andere Spielerinnen steigerten sich. So beispielsweise Geburtagskind Doreen Engel. Die Zuspielerin wurde gestern 26 Jahre jung und beschenkte sich mit einigen spektakulären Punkten selbst. Über 12:9 und 21:15 führte der Weg des Gastgebers schließlich zum 25:19 und zum 2:0. Und damit war die Begegnung entschieden. Zwar leistete Leverkusen im dritten Durchgang wieder etwas mehr Gegenwehr, der USC ließ sich jedoch nicht mehr vom Weg abbringen. Und als Johannas Barg schließlich gleich den ersten Matchball nutzte, wurden bei dem einen oder anderen Zuschauer sicherlich Erinnerungen an bessere Zeiten wach. Ob die nach dem gestrigen Sieg nun zurückkehren, muss freilich abgewartet werden. Immerhin: Ein Anfang ist gemacht! (Quelle: Westfälische Nachrichten)